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Vertreter des Waldviertler Hochlandes: "Der Wolf wird zu einem Problem in der Region"

Katharina Vogl, 15.08.2018 07:50

GROSS GERUNGS. Zu einem Krisengespräch rund um das Thema Wolf lud der Sprecher der Region Waldviertler Hochland, Bürgermeister Maximilian Igelsböck, seine Bürgermeisterkollegen und einige Verantwortungsträger von betroffenen Gemeinden.

V.l.: Martin Frühwirth, Maximilian Igelsböck, Josef Wagner, Manfred Stauderer, Andrea Wagner, Andreas Maringer, Veronika Stiedl, Alfred Hennerbichler, Karl Groiß; Foto: Gemeinde Groß Gerungs

Die Attacken der Wölfe stellen nicht nur für die Landwirte ein großes Problem in der Weidewirtschaft dar, sondern bereiten der gesamten Bevölkerung große Verunsicherung und Sorge, waren sich alle einig. Die zunehmende Wolfspopulation lasse verheerende Auswirkungen auf die Region erahnen, heißt es in der Aussendung.

„Von wirtschaftlichen Einbußen in der Landwirtschaft bis zu kaum mehr möglicher Erholungs- und Freizeitnutzung unserer Region reichen die Problemfelder“, fassen die Bürgermeister zusammen, die nun entsprechende Resolutionen in ihren Gemeinderatsgremien vorbereiten und ein wirkungsvolles Wolfsmanagement einfordern.

„Wir fordern sinnvolle und wirkungsvolle Maßnahmen von der Politik, oder müssen wir warten, bis Haustiere oder gar ein Mensch zu Schaden kommt?“, formuliert Igelsböck stellvertretend für die Bürgermeisterkollegen.

Eine umfassende Reportage zum Thema gibt es in der kommenden Ausgabe der Tips Zwettl. 


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Ulf
Ulf
24.08.2018 10:14

Krisengespräch in Groß- Gerungs

Mit Erschrecken stelle ich fest, wie viele empathieunfähige Menschen es gibt, denen das Befinden der Betroffenen oder das Ergehen der Nutztiere bei Großraubwildzugriffen völlig egal ist. Sie haben wohl noch nie erlebt, was es für den Tierhalter bedeutet, nachts bei jedem ungewöhnlichen Tierlaut aufzuschrecken um nachsehen zu gehen, ob eine Gefahr abzuwenden ist oder bereits gerissene oder verletzte Tiere vorgefunden werden. Erfahrungsgemäß rufen aber gerade jene an Empfindungsvermögen für Andere leidende am schnellsten nach Gegenmaßnahmen, wenn ihre ureigensten Interessen betroffen werden.

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Subhash
Subhash
25.08.2018 13:26

Mindere Probleme

Ich bezweifle nicht, dass auch für ein Tier der Tod schrecklich ist. Es bleibt zu hoffen, dass der im Schlachthof weniger grausam ist als der durch einen Wolf oder Hund.

Doch darum ging es weder mir, noch Höbus. Beide haben wir den Gebrauch des Begriffs „verheerende Auswirkungen” kritisiert, weil er jede Verhältnismäßigkeit vermissen lässt. Ich gebe aber zu, dass ich mit der Überschrift „Scheinprobleme” über mein Ziel hinausgeschossen bin; ich hätte „Mindere Probleme” schreiben sollen. Und dass mindere Probleme für die Allgemeinheit auch einmal vordringliche für den Einzelnen sein können, ist klar, aber in diesem Artikel ist ja von „Vertretern des Waldviertler Hochlandes” die Rede und die hätten wirklich schwerwiegendere Probleme zu besprechen, wenn sie vor ihnen nicht die Augen verschließen würden. Daher mein Verdacht eines Ablenkungsmanövers.

n
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Ulf
Ulf
28.08.2018 15:16

Subhash

Der Tod ist immer ein Bestandteil allen Lebens Es obliegt dem Verantwortlichen diesen auf Erfordernis bei Nutztieres schnell und möglichst schmerzlos zuerreichen. Als Züchter von Rindern mit wertvoller Genetik sind selten Schlachtungen angesagt. Wo gesetzlich möglich, erfolgt der Schuss auf der Weide ohne Transportstress. Bei dieser Bedachtnahme auf das Wohlergehen der Tiere hat der Wolf - unabhängig vom finanziellen Schaden, den er anrichten kann - keinen Platz im Schutzbedürfnis der Tiere gegenüber. Dafür erwarte ich mir Verständnis!

n
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Höbus
Höbus
22.08.2018 09:37

Verheerende Auswirkungen

Von verheerenden Auswirkungen zu sprechen finde ich sehr übertrieben. Es gibt bürgerkriegsähnliche Zustände (Tote und Verletzte Menschen durch Strassenverkehr - gar nicht zu sprechen wie viel Tote Rehe und Hasen) - und niemand fordert das Ende des Autos. Es fehlt hier anscheinend die Relation! Ausgleichszahlungen für die betroffenen Landwirte JA - aber warum "kaum mehr möglicher Erholungs- und Freizeitnutzung"?

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Subhash
Subhash
21.08.2018 21:19

Scheinprobleme

Manchmal hat man den Eindruck, wenn in diesem Zusammenhang von „verheerenden Auswirkungen“ gesprochen wird, dass hier jedes Maß verloren geht.Verheerend ist der Klimawandel, die damit einhergehende Wasserknappheit, das Absterben der Fichtenwälder, die geplante Waldviertelautobahn: Das sind die Katastrophen, mit denen man sich zu beschäftigen hätte. Die paar Wölfe; habt ihr keine anderen Sorgen? Oder ist euch nur kein besseres Ablenkungsmanöver eingefallen?