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Besorgniserregendem Leerstand geht es im Waldviertler Kernland an den Kragen

Katharina Vogl, 05.10.2018 10:30

WALDVIERTLER KERNLAND. In den 14 Gemeinden der Kleinregion Waldviertler Kernland stehen derzeit über 300 Häuser leer – eine besorgniserregende Entwicklung, der man nun gegensteuern möchte.

Dass der zunehmende Leerstand ein Thema ist, mit dem man sich beschäftigen muss, wissen Kernland-Obmann Robert Hafner, Josef Zottl, Roland Zimmer, Willibald Kolm, Christa Jager, Beate Teuschl, Franz Rosenkranz, Michaela Moser, Manfred Hackl, Christoph Zottl, Arnold Bauernfried, Bernhard Hofstetter, Christoph Haider, Martin Wimmer, Andreas Lackner, Birgit Höchtl, Gottfried Steinkogler, Christian Steindl, Doris Maurer, Harald Stanzl und Franz Hörham (stehend v.l.), sowie Wolfgang Vogl, Hermann Wagner, Christina Martin, Doris Walter, Johann Stieger, Friedrich Fürst, Benedikt Haider und Leopold Fertl (sitzend v.l.); Foto: Kernland

„Da müssen wir was tun, da können wir nicht mehr zuschauen“, so Robert Hafner, Obmann der Kleinregion Waldviertler Kernland.

Gemeinsam mit der FH St. Pölten werden nun Maßnahmen im Rahmen des Projektes „Leerstandsreduktion durch Inklusion von Zuzüglern“ gemeinsam mit der Bevölkerung, der FH St. Pölten und dem Waldviertler Kernland erarbeitet und ab Frühling 2019 in den Gemeinden umgesetzt.

Leerstandsdaten erhoben

Bereits im Sommer wurden die aktuellen Leerstandsdaten in den Gemeinden erhoben sowie die Bevölkerungsentwicklung analysiert. Die Entwicklung ist besorgniserregend. „Wenn wir nichts tun, ist das Waldviertler Kernland in rund 100 Jahren entvölkert“, zeichnet Projektleiterin Doris Maurer ein düsteres Szenario. Dieser Umstand ist aber nur auf die negative Geburtenbilanz zurückzuführen, nicht auf Abwanderung. Um dem Trend entgegenzuwirken muss der Zuzug weiter forciert werden.

Workshop mit den Gemeinde-Scouts

Dazu fand am 27. September der erste Workshop mit Vertretern der Gemeinden und den Gemeinde-Scouts (freiwillige Personen aus der Region) statt. Nach einer Zusammenfassung der aktuellen Entwicklung präsentierten Michaela Moser und Florian Zahorka von der FH St. Pölten die geplanten Vorgehensweisen.

In einem ersten Schritt werden in allen 14 Gemeinden von den Gemeinde-Scouts Interviews mit unterschiedlichsten Personen geführt. Dabei werden positive Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke zum Gemeindeleben erhoben. Diese werden anonymisiert an die FH St. Pölten gesendet und ausgewertet.

In einem nächsten Schritt werden die Ergebnisse aus diesen Interviews präsentiert und daraus Maßnahmen abgeleitet. „Wenn Sie also in nächster Zeit ein freundlicher Mensch um ein Interview zu Ihren Ideen und Erfahrungen bittet, nehmen Sie sich doch ein paar Minuten Zeit“, ruft das Waldviertler Kernland die Bürger auf.

Weitere Informationen zum Projekt, oder wie man Gemeinde-Scout werden kann, erfährt man auf: www.waldviertler-kernland.at


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