Spitzenschule 2021 - Wildbienen schützen - Insektenhotelbau - Forstfachschule

Laut dem Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES (2019) sind über 1 Million Pflanzen- und Tierarten vom Aussterben bedroht. Da es in Österreich keine Rote Liste der Wildbienen gibt kann man nur auf Schätzungen von Paul Westrich zurückgreifen, der 52,6% (293) der Bienenarten mehr oder weniger gefährdet sieht.
Dabei sind Bienen für die Menschheit von enormer Bedeutung. Beim Sammeln von Honig werden die Blüten befruchtet und können Samen bilden. 78 % aller heimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Insofern stimmt das Zitat von Albert Einstein, der sagte: „Ohne Bienen haben die Menschen nicht mehr lange zu leben!“
In Österreich kommen 690 verschiedenen Wildbienen vor, von denen manche Arten sehr anspruchsvoll in Bezug auf ihren Lebensraum und ihre Nahrungsauswahl sind.
Um Wildbienen geeignete Nisthilfen bereitzustellen, haben die Schüler und Schülerinnen der Forstfachschule Traunkirchen Insektenhotels gebaut. Um auch das richtige Nahrungsangebot zur Verfügung zu stellen, wurden ca. 100 Wildsträucher als Bienennahrung gepflanzt. Das Projekt wurde mit dem Naturschutzbund und den Österreichischen Bundesforsten realisiert. Fachkundige Anleitung und alles was man rund um Bienen und Blumen wissen muss, gab es von einem Wildbienenexperten.
Die Forstfachschule ist eine berufsbildende 2-jährige Schule, in der man zum Forstwart oder Berufsjäger ausgebildet wird. Der Forstwart leitet Reviere bis zu 1000ha, betreut und pflegt den Wald und kümmert sich um den Holzverkauf. Die Berufsjäger der Forstfachschule müssen nach der Schulzeit noch eine 2-jährige Lehre absolvieren, um eigene Jagdreviere betreuen zu können. Auf jeden Fall sind sowohl die Schüler als auch die Absolventen sehr viel draußen im Wald.