OÖ. In Oberösterreich werden heuer rund 3.400 fertiggestellte Wohneinheiten prognostiziert, der Wert liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres.

Für das Jahr 2027 ist mit einem deutlichen Rückgang um rund 1.000 Wohneinheiten zu rechnen.
„Trotz des Einbruchs im Vergleich zu den Rekordjahren hält sich der Wohnungsneubau in Oberösterreich entgegen den Bundestrends konstant und steigt wieder. Auch den Rückgang 2027 müssen wir nicht fürchten, denn die Pipeline der geplanten Projekte ist schon ordentlich gefüllt. Damit bewährt sich die oberösterreichische Immobilienwirtschaft entgegen den bundesweiten Trends“, sagt Mario Zoidl, Obmann der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer OÖ.
OÖ Immobilienmarkt trotz Krisen stabil
Für Fachgruppenobmann-Stellvertreter Gerald Hommer sind diese Zahlen ein wichtiger Indikator dafür, was die Betriebe in Oberösterreich trotz Krisen tagtäglich leisten.
Hommer führt aus: „Gerade die schwierigen Finanzierungsbedingungen, wie etwa die strenge Kreditvergabe für Kunden und Bauträger, aber auch die Zinsentwicklung und allgemeinen Teuerungen bundesweit haben die Immobilienwirtschaft massiv gebremst.“
Er erklärt weiter: „Die Zahlen sowohl im Neubau als auch in den Transaktionen gehen bundesweit zurück. Wir haben es geschafft, trotz Einbrüchen ein konstantes Niveau zu halten. Mehr noch, in den kommenden Jahren geht es wieder nach oben“, so Hommer.
Gewerbliche und Gemeinnützige gleich auf
Gebaut wird in Oberösterreich nahezu exakt geteilt von gewerblichen Bauträgern und gemeinnützigen Bauträgern. „Mit 48 Prozent Neubauleistung der gewerblichen Immobilienwirtschaft und 52 Prozent der gemeinnützigen Bauträger halten wir uns in Oberösterreich sozial gerecht die Waage“, berichtet Gerald Hommer. „Auch das ist ein starker Gegentrend zu den bundesweiten Zahlen.
Dass gewerbliche Bauträger im städtischen Gebiet mehr neu bauen, entspricht aber wiederum der Norm. In der Landeshauptstadt Linz haben die gewerblichen Bauträger die Nase vorne: Rund 67 Prozent der neuen Wohnungen werden dort gewerblich errichtet“, sagt Hommer.










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