Renault Clio: Bühne frei
Eigentlich gehören bei Renault aktuell den Elektrischen die Schlagzeilen. Doch wenn ein neuer Clio ante portas steht, haben R5, Twingo&Co erstmal Sendepause.

Gern und oft ist zu lesen vom schwierigen Stand der Kleinwagen, ihrem eigentlich eh aussichtlosen Kampf gegen EU-Vorgaben, E-SUV´s und Kostendruck. Da ist schon was Wahres dran, die Frage ist, wie damit umgehen. Renault hat sich entschieden da quasi einfach nicht mitzumachen. Sollen die anderen sich doch einklinken in den Trauerflor, wir gehen mit R4, R5 und Twingo auf Eroberungsfeldzug und stellen mit dem brandneuen Clio eine echte Ikone in die erste Reihe.
Da sieht man wieder, was arrivierte europäische Hersteller wie Renault der neuen Konkurrenz aus China voraus haben. Allein der Modellname reicht, um sofort ein konkretes Bild von einem modernen Kleinwagen mit einem Fuß in der Tür zu den Kompakten vor dem inneren Auge zu haben. Fünf Generationen haben an dieser klaren Vorstellung erfolgreich gearbeitet, es lastet da sicher eine gewisse Verantwortung auf Generation Sechs. Die sie, soviel vorweg, locker schultert.
Vor allem beim Design vermag der Clio restlos überzeugen. Man weiß nicht wofür man ihn mehr feiern soll. Die eindringlich gezeichnete Front mit ihrer markanten LED- Lichtsignatur? Die scharfkantige Motorhaube? Das dynamisch geformte Heck mit seinen eindrucksvollen vier 3D-Heckleuchten? Oder vielleicht einfach nur für die Tatsache, dass Renault abseits des üblichen Trends statt auf eine Neuinterpretation des Familiengesichtes auf einen komplett eigenständigen Look gesetzt hat.
Erst im Interieur folgt das Bekenntnis zur elektrischen Familie, wohl wissend, dass das kein Fehler ist. Eine wohlfeile Mischung aus digitalen Errungenschaften und analogen Bedientools nimmt einen in Empfang, die Vorfreude auf eine wunderbar einfache Bedienung wird komplett erfüllt. Unser persönliches Highlight ist und bleibt der Bediensatellit für die Musiksteuerung. Jüngere Semester werden wohl eher den leicht zum Fahrer geneigten 10“ Touchscreen und das sich darin befindliche Google-Sortiment abfeiern.
Traditionell ist ein Clio ja auch ein potentielles Erstauto, inwiefern das mit Blick auf Preis und Leistung noch gilt, steht auf einem anderen Papier. Sagen wir so, die 115 PS des Basisantriebes sind stimmig, die 158 PS Systemleistung des Vollhybriden vielleicht nicht mehr ganz so. 109 PS kommen vom Verbrenner, deren 49 von der elektrischen Seite, orchestriert von der Multi-Mode Automatik. Man kann den niedrigen Verbrauch des „Full Hybrid E-Tech 160“ gar nicht hoch genug loben, den hohen elektrischen Fahranteil, den ruhigen Lauf, die Rekuperation.
Mehr Eindruck hat aber die Performance hinterlassen. Der flotte Antritt und die agile Abstimmung machen den Clio zwar nicht zur Pocket-Rocket, aber zu einem kleinen Kompakten mit Spaßpotential. Keine Sorge, für Vernunft ist eh auch genug Platz. Der Kofferraum ist groß, die Platzverhältnisse für vier Erwachsene richtig fein und bereits die mittlere Ausstattung „Techno“ inkludiert alles was man braucht. Schicke Felgen, Soundsystem, Voll LED Scheinwerfer, kabellose Handyintegration und vieles mehr.
Die Preise für den Renault Clio starten bei attraktiven 19.990,00 EUR, der „Full Hybrid E-Tech 160“ startet als „Techno“ bei auch feschen 26.490,00 EUR.
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Echt lässig: Wie sich die Modelle bei Renault gefühlt gerade gegenseitig anspornen.
Echt stressig: Die hohe Ladekante des Kofferraumes.
Echt fett: Wie hochwertig ein Interieur trotz Kostendruck aussehen kann.
Echt schade: Wäre es nicht einen Blick auf die Variante „Esprit Alpine“ zu werfen.
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Daten Renault Clio Techno Full Hybrid E-Tech 160
Motor: 4-Zylinder Benziner/E-Motor (Vollhybrid)
Systemleistung: 158 PS
Maximales Drehmoment: 172 Nm
Testverbrauch: 4,8 Liter
Vmax: 180 km/h
0 auf 100 km/h: 8,3 Sek
Preis Testwagen ab EUR 26.490,00
Preis Basismodell ab EUR 19.990,00










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