ANDORF. 2 x 2 Festivalpässe für das Tanzdorf Festival
Theresa Senzenberger / läuft bis 07.10.2026
Tanz, Musik, Performance und gemeinsames Erleben stehen am Wochenende von 9. bis 11. Oktober beim ersten „Tanzdorf Festival“ in Andorf im Mittelpunkt. Hinter dem Festival steht der neue Verein Tanzdorf rund um Simon Mayer und Hannah Shakti Bühler. Tips verlost 2 x 2 Festivalpässe.
Für Mayer ist das Projekt eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Der aus Andorf stammende Choreograf, Tänzer, Musiker und Veranstalter war rund 20 Jahre auf Tournee und sammelte dabei zahlreiche internationale Erfahrungen. Nun will er gemeinsam mit seiner Partnerin Hannah Shakti Bühler wieder stärker in der Region wirken.
Ganz neu ist die Idee eines Festivals in Andorf nicht: Mayer veranstaltete mit seinen Brüdern früher rund zehn Jahre lang ein Spielfestival. Mit dem Tanzdorf Festival entsteht nun ein neues Format, bei dem Tanz und Performance im Fokus stehen. Musik, die zu Bewegung und Tanz einlädt oder von ihnen inspiriert ist, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.
Im Mittelpunkt steht die Frage, was Menschen verbindet und welche Kraft gemeinsames Tanzen entfalten kann. Dabei wollen die Veranstalter bewusst möglichst viele Menschen ansprechen. Für die Teilnahme sind weder Tanzerfahrung noch ein Tanzpartner nötig. Wer nicht selbst tanzen möchte, kann auch einfach zuschauen und zuhören.
Tradition und Gegenwart
Beim Festival treffen Künstler aus Österreich, Norwegen, Estland, Italien und Deutschland auf Vereine und Menschen aus der Region. Viele der Beteiligten beschäftigen sich mit der Verbindung von traditionellem Tanz und traditioneller Musik mit zeitgenössischen Ausdrucksformen. Genau diese Brücke soll auch das Festival prägen.
Veranstaltungsort ist das Studio Tanzdorf in Pram. Das Programm reicht von Tanz- und Musikperformances über Konzerte und Workshops bis zu Ausstellungen und Veranstaltungen zum Mittanzen.
Eröffnet wird das Festival am Freitag um 20 Uhr. Geplant sind musikalische und tänzerische Beiträge der beteiligten Künstler. Auch Teile des Bühnenstücks „Somatic Tratata“ von Bühler und Mayer sowie Einlagen der Pramtaler Volkstanzgruppe sind zu sehen. Anschließend lädt ein Tanzdorf-Tanzboden mit Musik zum Mitmachen oder Zuschauen ein.
Workshops und Village-Party
Am Samstag stehen zunächst zwei Workshops zum Thema Tanzspiele, die von Norwegen bis in den alpinen Raum reichen, auf dem Programm: von 10 bis 11.15 Uhr für Kinder und Jugendliche und von 11.30 bis 13.30 Uhr für Erwachsene. Dabei geht es um die Verbindung von Spiel und Tanz.
Am Abend folgt um 20 Uhr die Tanz- und Musikperformance „Village Party“. Das Projekt von Simon Mayer, Sigurd Johan Heide und Johanna-Adele Jüssi entstand im Rahmen der Zusammenarbeit der drei Kulturhauptstädte 2024 und in Kooperation mit dem Österreichischen Volksliedwerk. Mitwirkende aus fünf Ländern verbinden dabei traditionelle und zeitgenössische Formen von Tanz und Musik. Danach klingt der Abend bei Musik und Tanz aus.
Familien-Tanzboden
Der Sonntag steht von 11 bis 16 Uhr ganz im Zeichen von Familien und Gemeinschaft. Beim Familien- und Community-Tanzboden sind Menschen aller Altersgruppen eingeladen, gemeinsam zu essen, zu tanzen und zuzuhören.
Auf dem Programm stehen unter anderem Beiträge von Kindern und Jugendlichen aus der Region, ein Mitmachkonzert sowie die „FolkDanceParty“ von Mayer und Bühler. Hier treffen ebenfalls traditionelle Volks- und Gesellschaftstänze auf zeitgenössische Formen von Tanz und Musik.
Comedy und Jonglage
Mit dabei ist Tom Lindinger. Der Nachwuchskünstler aus der Region verbindet in seinem Auftritt Comedy, Jonglage und Zauberei. Auch die internationalen Künstler tragen zum Sonntagsprogramm bei.
Ergänzt wird das Festival an allen drei Tagen durch das Rahmenprogramm „Tradition & Perspektiven“. Gezeigt werden Videos und Filme von beteiligten Künstlern sowie eine Ausstellung von Benjamin Dullinger.
Verein will Kunst stärken
Die Grundidee des Vereins Tanzdorf ist die Verbindung von Kunst, Gemeinschaft und Wohlbefinden. Der Verein möchte insbesondere Tanz und Bewegung im ländlichen Raum fördern und gleichzeitig Künstlern Raum für ihre Arbeit geben.
„Gerade in einer Zeit von Spaltung und Nicht-Dialog haben Tanz und das Miteinander-Tanzen eine wichtige Rolle als nonverbales Mittel, anderen Menschen zu begegnen“, sagt Mayer.
Der Name Tanzdorf trägt dabei die Vorstellung eines tanzenden Dorfes in sich und ist unter anderem von Darstellungen Pieter Bruegels inspiriert. Gleichzeitig steckt Andorf im Wort „Tanzdorf“.
Beim Festival der Regionen
Schon im Vorjahr war Tanzdorf beim Festival der Regionen aktiv. Damals war die Initiative noch ein Kunstprojekt. An verschiedenen Orten im Innviertel wurden Menschen zum gemeinsamen Tanzen eingeladen, die sich im Alltag möglicherweise nicht begegnet wären. Diese Idee wird nun mit dem eigenen Festival und weiteren Angeboten weitergeführt. Das Festival soll künftig jährlich stattfinden.
Solidarische Preise
Angeboten wird ein solidarisches Preissystem. Menschen mit mehr finanziellen Möglichkeiten können damit jene mit geringerem Einkommen unterstützen. Für die Abendveranstaltungen und die Workshops wird eine Anmeldung empfohlen. Weitere Infos gibt es unter www.tanzdorf.at.

