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AICHKIRCHEN. Hubert Schuster interessiert sich besonders für seine Vorfahren und hat penibel geforscht. In seinem Haus hängt ein riesiger Stammbaum, den der 65-Jährige selber zusammengestellt hat.

Hubert Schuster mit seinem beachtlichen und kunstvollen Stammbaum.
Hubert Schuster mit seinem beachtlichen und kunstvollen Stammbaum.

Das Interesse für seine Vorfahren wurde bei Hubert Schuster durch Erzählungen seiner Mutter geweckt. Vor rund zehn Jahren hat der inzwischen pensionierte Büroangestellte dann angefangen, das Wissen über seine Ahnen zu ordnen und weitere Nachforschungen anzustellen. Früher ist er noch viel in die Pfarren gefahren, hat dort alte Tauf-, Sterbe- und Heiratsbücher gewälzt. Heute funktioniert Ahnenforschung zu einem großen Teil online. Im Internet kann man in gescannte Matrikenbücher einsehen. Trotzdem bleibt die Arbeit teilweise sehr mühsam. Auf eine einheitliche Schreibweise von Familiennamen hat man zum Beispiel früher nicht so geachtet. Außerdem sind in einigen Pfarren viele Bücher oft verbrannt. Aber Schuster ist hartnäckig geblieben und so hängt das imposante Ergebnis seiner Forschungen nun in seinem Vorzimmer – eine drei mal ein Meter große Ahnentafel, reich bebildert, hinter Glas und gerahmt. Darauf finden sich seine Vorfahren und die seiner Frau Christine, und zwar in 14 Generationen. Das sind 440 Personen.

Riesige Datenbank

Aber seine Datenbank zu den Ahnen ist noch viel umfangreicher. Er ist draufgekommen dass er für eines seiner Urgroßelternpaare einer von 80 Urenkeln ist, für ein zweites Urgroßelternpaar ist er einer von 70. Und so hat er schon rund 3700 Personen erfasst. Dazu gehören neben seinen direkten Vorfahren auch Nebenlinien und Paten. Auch die Stammbäume von zwei berühmten Lambachern hat Schuster festgehalten, von Pater Maurus Lindemayr und Pater Koloman Fellner. Als ehemaliger EDV-Sachbearbeiter ist er geschickt im Umgang mit dem Computer, er nutzt spezielle Programme, um seine Forschungen übersichtlich zu speichern und zu drucken. „Ich habe eine richtige Sucht entwickelt“, gesteht der Forscher. Nach der Fertigstellung seiner eigenen Ahnentafel hat er weitere Ahnenforschungsprojekte begonnen – er erstellt Stammbäume für seine Enkel, seinen Cousin und eine befreundete Familie.

Ehrenamtliches Engagement

Sein Interesse für die Ahnen und die Geschichte der Heimat kommt auch der Pfarre zugute. Ehrenamtlich ist er für das Pfarr-archiv zuständig und arbeitet für historische Themen auch beim Pfarrblatt mit. In der Wassergenossenschaft Aichkirchen ist der vierfache Vater und fünffache Großvater Kassier und bei technischen Fragen im Einsatz. Auch für die Finanzen des Seniorenbundes ist er zuständig. Für den Sozialmarkt in Stadl-Paura ist er regelmäßig als ehrenamtlicher Fahrer unterwegs, holt gespendete Waren von Supermärkten ab. Ehrenamtliches Engagement ist im Hause Schuster sowieso ein wichtiger Bestandteil im Alltagsleben. Ehefrau Christine ist seit 30 Jahren beim Roten Kreuz.

Weitere Beiträge zur Ortsreportage Aichkirchen: Volksschulkinder als Krippenbauer, Ruhige Lage und Gemeinschaftsleben


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