Katastrophenhilfsdienst: "Wenn wir gebraucht werden, können wir rasch helfen"
Aigen-Schlägl. Ob beim Hochwasser, der Schneekatastrophe oder bei der Versorgung von Menschen auf der Flucht: Der Katastrophenhilfsdienst (KHD) kommt immer dann zum Einsatz, wenn Außergewöhnliches passiert ist. Die dazugehörige Feldküche wird auch bei Veranstaltungen eingeheizt.

Über die KHD-Halle in Aigen wachen die beiden Rotkreuz-Mitarbeiter Patrick Starlinger und Feldkoch Michael Stritzinger. „Im Februar haben wir das Material aus drei externen Lagern in Rohrbach im ehemaligen Contra Markt in Aigen-Schlägl zusammengelegt. Hier haben wir jetzt alles unter einem Dach“, freut sich Patrick Starlinger über den neuen Standort.
Gut ausgerüstet
„Für den Großunfall steht hier unsere Mobile Sanitätseinheit, mit der wir bis zu 50 Verletzte versorgen können, auf drei Anhängern bereit. Außerdem verfügen wir über acht Zelte und die entsprechende Technik zum Beheizen und Beleuchten.“ Zur Unterbringung von Menschen, zum Beispiel nach Evakuierungen, gibt es 300 Feldbetten und über 500 Decken.
400 Gulaschsuppen innerhalb zwei Stunden
Seit 2016 verfügt die Bezirksstelle Rohrbach auch über eine eigene Feldküche. Leiter der 30 Mitarbeiter aus dem ganzen Bezirk ist der St. Veiter Michael Stritzinger: „Im Realeinsatz können wir mit vier bis fünf Personaleinheiten nach zwei Stunden bis zu 400 Personen mit Gulaschsuppe und weitere 400 mit Spaghetti versorgen.“ Chefkoch ist Florian Stockinger, beruflicher Mitarbeiter im Bereich Asylwesen. „Derzeit kommen wir hauptsächlich bei Rotkreuz-Veranstaltungen zum Einsatz, die für uns aber ideale Übungen sind“, sagt der Ulrichsberger. Bei der Waldbrandübung in Schwarzenberg wurden im Vorjahr insgesamt 800 Gerichte an die Einsatzkräfte ausgegeben.
1.000 Freiwillige machen Schlagkraft aus
„Im Katastrophenfall wird das Personal aller Ortsstellen alarmiert. Hier können wir auf einen Pool von über 1.000 Freiwilligen zurückgreifen und sind dadurch sehr schnell und mit großer Schlagkraft einsatzfähig“, so Valentin Pühringer, Referent für den Katastrophenschutz im Roten Kreuz und Zivilschutzverantwortlicher des Bezirks. „Im KHD ist es wie bei Versicherungen: Man hofft, dass man sie nie braucht, aber im Schadensfall ist es gut, wenn man sie hat.“


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