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ALBERNDORF. Gemeinsam mit privaten Gesellschaftern will die Gemeinde das Nahversorgerzentrum Scherb errichten. Ein Gasthaus mit einem Veranstaltungsaal für 300 Personen, ein Ärztezentrum, Wohnungen und ein Bauernladen sollen beim ehemaligen Gasthaus Oyrer entstehen.

  1 / 5   Ein Nahversorgerzentrum will die Gemeinde Alberndorf mit dem Projekt Scherb errichten. alle Grafiken/Bilder: Studio 54

Das Ziel der Gemeinde und der Gesellschafter war die Erhaltung der regionalen Gastronomie. Bereits im Jahr 2014 wurde das ehemalige Gasthaus gekauft, das als einziges Gebäude im Gemeindezentrum Platz für Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen bietet. In den Jahren der intensiven Planung wurde das Projekt Scherb weiterentwickelt, basierend auf den drei Säulen Gesundheit, Ernährung und Regionalität.

Ärztezentrum und Co-Working-Space

„Die Gemeinde will auch die gesundheitliche Nahversorgung für die Zukunft garantieren“, sagt Amtsleiter Markus Hart. Drei bis vier Arztpraxen sollen in dem Gebäude untergebracht werden, dazu kommen neun Wohneinheiten mit unterschiedlichen Größen von 40 bis 125 Quadratmeter. „Wobei wir die Planung noch flexibel halten wollen, sollten sich mehr Ärzte bewerben, kann man eventuell eine oder zwei Wohnungen noch zu Arztpraxen umgestalten.“ Der ebefnalls im Gebäude geplante Co-Workiing-Space soll die Möglichkeit bieten, auch das Arbeitsleben regional zu gestalten.

Bau in zwei Etappen

Noch dieses Jahr soll mit der ersten Etappe, dem Neubau zu den Wohnungen und dem Ärztezentrum, begonnen werden. In einer zweiten Etappe soll der Gastronomiebereich umgebaut werden, wobei dieser Teil noch bauverhandelt werden muss. Interessierte Ärzte und ein Gastronom werden noch gesucht, auch die Wohnungen sind noch nicht vergeben. Für den Bauernladen gibt es bereits Direktvermarkter, die als Food-Coop ihre Produkte anbieten wollen. Landwirte aus der Gemeinde und der Region Gusental haben sich zusammengeschlossen und wollen gemeinsam den Bauernladen betreiben. Vorerst werden die Produkte des Vereins „bauern.laden.verein“ nur online verkauft.

Gemeinde hat 55 Prozent Anteil

Die Gesellschafter des Projekts Scherb sind Bürgermeister Martin Tanzer, als Vertreter der Gemeinde, Reinhard Stadler als Geschäftsführer der Gesellschaft, Alfred Hawel und Josef Rammerstorfer, wobei die Gemeinde 55 Prozent der Anteile hat. Das Nahversorgerzentrum, das vom Planungsbüro Studio 54 geplant wird, soll in zirka zwei Jahren fertig gestellt sein


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