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ALKOVEN. Die Verhandlungen der Gewerkschaft Vida über den Kollektivvertrag im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich wurden ergebnislos abgebrochen. Als Zeichen ihres Protests streikten danach 35 Mitarbeiter des Instituts Hartheim.

35 Angestellte des Instituts Hartheim streikten. Foto: Vida OÖ
35 Angestellte des Instituts Hartheim streikten. Foto: Vida OÖ

Bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die 125.000 Beschäftigten ist noch keine Lösung in Sicht. Nach 38 Verhandlungsstunden gibt es nach wie vor kein Angebot, auf das sich Arbeitgeber und Gewerkschaft einigen könnten. Die Arbeitnehmer verlangen in ihren Forderungen die Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Das Institut Hartheim war eine der ersten Einrichtigungen, die in Streik traten. Dort finden sich verschiedenste Angebote für Menschen mit kognitiver oder mehrfacher Beeinträchtigung.

Verschiedene Abteilungen streikten

35 Mitarbeiter protestierten für die 35 Stunden-Woche. Dabei waren Mitarbeiter aus den Bereichen Wohnen, aus der Tagesstruktur sowie aus dem Facility-Management für zwei Stunden in Streik getreten. Während des Streiks wurde dafür Sorge getragen, dass die Kunden des Instituts nicht in ihrem Tagesablauf beeinträchtigt wurden. Einen Tag später traten schließlich oberösterreichweit 61 weitere Betriebe in einen Warnstreik.

Aufstocken aus eigenen Reihen

Die mit der 35-Stunden-Woche entstehenden Personallücken will man teilweise mit bereits vorhandenem Personal aufstocken. „Zwei Drittel unserer Angestellten sind teilzeitbeschäftigt, viele würden gerne auf mehr Stunden aufstocken“, erklärt Aufsichtsrat Kurt Weilguny. „Die geringeren Arbeitszeiten würden die Branche zudem attraktivieren und Kollegen, die den Arbeitsbereich gewechselt hätten, wieder zurückholen, erklärt Weilguny weiter. Eine Einigung ist bislang noch nicht in Sicht, die Gewerkschaft droht mit weiteren Streiks


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