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Brandanschlag auf Flüchtlingsheim: Polizei hat noch keinen konkreten Verdacht

Leserartikel Christian Hartl, 10.06.2016 14:33

ALTENFELDEN. In alle Richtungen ermittelt die Polizei nach dem Brandanschlag auf das Asylwerberheim vom 1. Juni. Konkrete Hinweise gibt es trotz Mithilfe aus der Bevölkerung noch keine. Auch die Überprüfung von 18 amtsbekannten rechtsextremen Personen aus der Region ergab bis dato keinen Aufschluss.

Gottfried Mitterlehner, Andreas Pilsl und Michael Tischlinger erläutern das Ermittlungsergebnis rund um den Brand im Asylwerberheim in Altenfelden. © Hartl

„Ein Branddelikt aufzuklären ist eine der herausforderndsten Aufgaben für die Polizei“, erklärt Gottfried Mittlerlehner, Leiter des Landeskriminalamtes bei einer Pressekonferenz hinsichtlich des Brandanschlages auf das Asylwerberheim in Altenfelden.  Obwohl die achtköpfige Ermittlergruppe bestehend aus Beamten aus dem Bezirk Rohrbach, Mitarbeitern des Verfassungsschutzes und Brandermittlungsspezialisten ersten  Hinweisen nachgegangen sind, konnte noch kein konkreter Verdacht erhärtet werden. Überprüft wurden  Personen, die eine Unterschriftenliste gegen den Bau des Flüchtlingsheimes (damals laut Polizei an einem anderen Standort) unterschrieben. Auch die Videoüberwachungsanlagen rund um den Tatort wurden gesichtet. „Auch die Anrainer und Nachbarn haben wir befragt, ob sie etwas gesehen haben“, sagt Mitterlehner. Ebenfalls im Fokus der Ermittler waren die umliegenden Lokalitäten und Wirtshäuser. „Vielleicht haben die Gäste, die in der Tatnacht dort waren etwas bemerkt“, erklärt der aus Ahorn stammende Leiter des Kriminalamtes. Auch 18 amtsbekannte Personen der regionalen Rechtsextremen-Szene wurden befragt. „Bis dato gibt es aber noch keinen Hinweis“, erklärt Michael Tischlinger, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung.

Hinweise aus der Bevölkerung sind abgeebt

Insgesamt aber habe es laut Mitterlehner nur sehr wenige Hinweise aus der Bevölkerung gegeben, auch wenn sich die Menschen sehr kooperativ gezeigt haben. Weitere Ermittlungsschritte will man aus taktischen Gründen aber nicht bekanntgeben. „Diese sind abgeebt“, sagt Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. Er gibt zu, dass der Täter im Grunde von überall sein kann.


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