Artegra-Mitarbeiter lernen ihre Nachbarn kennen
ALTENFELDEN. Weil viel zu viele Gerüchte zum Thema Asyl, vor allem in den sozialen Netzwerken, herumgeistern, will das Rote Kreuz verstärkt Aufklärungsarbeit leisten. Zu diesem Zweck statteten die in Altenfelden untergebrachten Asylwerber den Artegra-Werkstätten einen Besuch ab.

„Wenn die Bomben neben dir fallen und in der Heimat seit Jahren Krieg herrscht, da muss man flüchten. Wir haben Freunde, Geld, Häuser gehabt - hier in Österreich haben wir nichts, aber wir können in Frieden leben“: Die Flüchtlinge selbst, die in unmittelbarer Nähe der Artegra-Werkstätten ein sicheres Zuhause gefunden haben, beantworteten gemeinsam mit den Rotkreuz-Mitarbeitern die auftauchenden Fragen.
Woher kommen sie? Wie und warum sind sie nach Österreich geflohen? Was machen sie den ganzen Tag? Wie viel Geld bekommen sie? All das kam an diesem Nachmittag ebenso zur Sprache, wie Gerüchte und Unwahrheiten, die vor allem in den sozialen Netzwerken kursieren.
Aufklärung in den Schulen
„Man muss schon hinterfragen, was die Leute sagen und darf nicht alles glauben“, appellierte Mario Mitterlehner, Asylkoordinator beim Roten Kreuz, und zeigte auf, dass es sicher kein Gratis iPhone für Flüchtlinge gibt oder tausende Euro für eine Familie. Solche Informationsveranstaltungen wie bei Artegra soll es künftig viel öfter geben. Vor allem auch in Schulen, betonte Mitterlehner: „Es ist wichtig, dass schon die Jugendlichen die angekommenen Flüchtlinge persönlich kennenlernen und ihre Geschichten hören. Denn im Gespräch merkt man, dass man niemanden fürchten muss.“
In einigen Schulen wurden bereits Initiativen gestartet. Schulen, die ebenfalls Interesse an Aufklärungsarbeit punkto Asyl haben, können sich beim Roten Kreuz melden.


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