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Den Gesang der Volksschüler sollte man bis nach Wien gehört haben

Martina Gahleitner, 29.11.2018 18:05

ALTENFELDEN. Es war viel mehr als ein Adventsingen, dass am Donnerstag Vormittag in der Aula der Volksschule Altenfelden erklungen ist. Denn zeitgleich wurde an allen Musikvolksschul-Standorten Österreichs für den Fortbestand des musikalischen Schwerpunktes gesungen.

Für den Fortbestand der Musikvolksschule sangen die Altenfeldner Kinder. Foto: Gahleitner
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„Ich denke, das müsste man bis nach Wien gehört haben“, meinte Direktor Martin Mattle nach der Aufführung. Gemeint ist das Ministerium, wo ebenfalls am Donnerstag über die Zukunft des vor 30 Jahren gestarteten Schulversuchs mit musikalischem Schwerpunkt diskutiert wurde. „Wir wollen ein stimmliches Zeichen setzen, wie wichtig die zusätzlichen Musikstunden sind. Vor allem auch für die Integration von Kindern mit Beeinträchtigung“, betonte der Schulleiter. „Wir möchten einfach weiterhin mehr Musik machen können.“

„Würde ein Riesenloch reißen“

Dem kann VS-Lehrerin Elisabeth Kainberger nur zustimmen, unter deren Leitung die Kinder Adventslieder und sogar einen Kanon angestimmt haben: „Es würde viel wegbrechen – auch im Ort und in der Pfarre“, spricht sie etwa die Gestaltung der Nikolausfeier, der Kindermette oder Erstkommunion durch die Musikvolksschüler an. Drei bis vier Stunden Musik, anstatt einer haben die Altenfeldner Kinder jede Woche. „Es geht dabei nicht nur ums Singen, sondern Musik ist so vielseitig. Da findet jeder das Seine.“ Jede Woche startet in der Volksschule mit einem gemeinsamen Lied, „uns ist einfach wichtig, dass alle mitmachen“, sagt Kainberger.

Schulen haben keinen Spielraum

Der Gründer der Musikvolksschule Altenfelden und ehemalige Direktor Reinhard Lehner setzt sich weiterhin als Vizeobmann im Verein zur Förderung der Musikvolksschulen Österreichs für deren Fortbestand ein. „Wir brauchen eine praktikable Lösung, damit die Musikklassen weitergeführt werden können. Denn schulautonomisch ist das nicht möglich, Schulen haben dafür keinen Spielraum“, hofft er auf eine Willenserklärung durch das Ministerium.


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