Ausgesetzte Hundewelpen bringen Tierheim in prekäre Lage
ALTMÜNSTER. Sieben Hundewelpen setzte jemand an der Bushaltestelle am Bahnhof aus. Das finanziell in Notlage befindliche Tierheim übernimmt deren Versorgung.

In der Vorwoche bekam das Tierheim Altmünster anonym telefonisch einen Hinweis, dass bei der Bushaltestelle beim Bahnhof Altmünster Schachteln stehen, die sich bewegen würden. Tierheimleiterin Roswitha Rachbauer fuhr daraufhin sofort los, um Nachschau zu halten. Sie war entsetzt was sie in den beiden Schachteln und einer Box vorfand: Sieben kleine entzückende Hundewelpen.
Die Welpen wurden sofort ins Tierheim gebracht und einer Erstuntersuchung durch einen ansässigen Tierarzt unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass die kleinen Welpen nicht gechipt waren, rund 9 Wochen alt sind und wahrscheinlich aus drei verschiedenen Würfen stammen. Eine genaue Zuordnung der Rassen konnte nur vermutet werden – ein Schäfer-Mischling, vier schwarze Labrador-Mischlinge und zwei kleinere braune Mischlingshunde (eher kleinerer Rassen – ev. Mops/Chihuahua…).
Rachbauer ist sehr bestürzt und auch zornig darüber, dass es Menschen gibt, die so kleine Wesen einfach in der Kälte aussetzen und ihrem weiteren Schicksal überlassen. Bei ihrer Ankunft am Fundort hatten zwei Welpen bereits ihre Köpfe aus dem Karton gesteckt und wären womöglich bei späterem Auffinden auf die Straße gelaufen.“Wir vom Tierschutzverein Altmünster möchten keine Menschen verurteilen, aber ersuchen, Tiere, die aus irgendwelchen Umständen nicht mehr vom Halter selbst versorgt werden können, unbedingt in ein Tierheim zu verbringen und nicht sich selbst zu überlassen“, so Rachbauer. Am nächsten Tag kam nämlich von einem Tierarzt aus dem Bezirk Gmunden der Anruf, dass bei ihm vor der Praxis eine ca. einjährige braune Mischlingshündin angeleint wurde - ebenfalls ungechipt.
Mittlerweile sind die Welpen ein paar Tage im Tierheim und müssen auf Grund von starkem Durchfall und Wurmbefall laufend tierärztlich behandelt und rund um die Uhr versorgt werden. Dies reißt ein Riesenloch in die sowieso angespannte finanzielle Situation des Vereins. „Die Bitte daher: Bitte nur bei uns melden, wenn man wirklich in der Lage ist und es sich gut überlegt hat, dass man alle Voraussetzungen für die Übernahme eines Welpen erfüllt (Rundumbetreuung in den ersten Wochen / Monaten, Versorgung des Hundes für die nächsten 10 bis 15 Jahr, Kosten, Zustimmung der Nachbarn, etc….)“, so Rachbauer.
Aufgrund der verschärften Situation ist die finanzielle Lage sehr bedrückend, sogar katastrophal. Das Tierheim gerät in eine finanzielle Notlage! Aus diesem Grund der dringende Appell an alle Tierfreunde: „Bitte helft uns!“ Spenden sind möglich auf das Konto IBAN AT72 3451 0000 0191 8283 mit dem Verwendungszweck: „ 7 Welpen“. Rachbauer: „Nur durch die Unterstützung der Spender ist auch für die Zukunft gewährleistet, dass sämtliche Fund- und Abgabetiere bestmöglich versorgen können.“


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