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ALTMÜNSTER. Die „Soko Zwetschke“ war erfolgreich: Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurden zwischen Traunsee und Attersee seltene Zwetschkenarten gesucht – und hunderte Belege gefunden.

Die gefundene Sortenvielfalt ist groß. Foto: Nupat/Schwarzenlander
Die gefundene Sortenvielfalt ist groß. Foto: Nupat/Schwarzenlander

Die Gegend um Attersee und Traunsee war und ist bekannt für ihren Reichtum an Zwetschken, wobei der Bestand in den letzten 70 Jahren teils stark zurückgegangen ist. Um die Artenvielfalt zu fördern, führte die „Soko Zwetschke“, bestehend aus dem Botaniker Franz Höglinger, Naturpark Traunsee-Attersee-Geschäftsführer Clemens Schnaitl, Sabine Pumberger und Naturpark-Praktikantin Clara Pesendorfer, über mehrere Wochen eine Bestandsaufnahme durch.

Von Biedling bis „Ziparchtl“

Gesucht – und oft auch gefunden – wurden Zwetschkensorten mit Namen wie Biedling, Krieche, Kuchelzwetschke, Punze, Pemse, Rot-Zwetschke, Schlehe, Roter Spilling, Ziparte und Zwiespitz, auch „Ziparchtl“ genannt. Fündig wurde man vor allem im Bereich der Landwirtschaft: „Die Bauern der Naturparkregion haben ein ausgeprägtes Bewusstsein für den Erhalt alter, regionstypischer Obstarten. Nur durch ihr bewahrendes Bewirtschaften gibt es noch diese, zumeist sogar letzten Vertreter, traditionellen Zwetschkenarten,“ freut sich Clemens Schnaitl.

„Sortengarten“ zur Erhaltung der Primitivpflaumen

Mit der Zustimmung der Baumbesitzer werden im Herbst Edelreiser entnommen und Wurzelbruten ausgegraben. Diese werden in einen Sortengarten zur Erhaltung und Förderung der Primitivpflaumen eingebracht. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Verein Arche Noah-Gesellschaft durchgeführt und soll den Bestand der alten Sorten sichern. Weitere Projekte rund um die Zwetschkenvielfalt im Naturpark sind in Planung.

 


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