„Wurde vom ersten Moment an in die Diskussionen eingebunden“
ALTMÜNSTER/WIEN. Vor wenigen Tage hat Elisabeth Feichtinger (SPÖ) ihr Mandat als Nationalratsabgeordnete angetreten. Tips sprach mit ihr über Ziele und erste Eindrücke.

Tips: Mit welchen Erwartungen, Hoffnungen und Zielen treten Sie Ihre Arbeit im Nationalrat an?
Feichtinger: Nachdem ich den Bezirk Gmunden im Nationalrat vertreten darf, ist es mir besonders wichtig, dass ich die Stimme aller Bürgerinnen und Bürger der Region sein möchte. Als Bürgermeisterin bin ich viel in Kontakt mit den Menschen und weiß von ihren Sorgen und Anliegen. Für die vielen Themen unserer Region werde ich in Wien engagiert eintreten.
Tips: Wissen Sie schon, in welchen Ausschüssen Sie tätig sein werden? Gibt´s Vorlieben?
Feichtinger: Es steht noch nicht fest, in welchen Ausschüssen ich letztendlich tätig sein werde. Klar ist jedoch, dass ich dafür eintrete, in jenen Gremien vertreten zu sein, in denen die Bereiche thematisiert werden, die für unsere Region relevant sind. Dass ich mich als Sozialdemokratin für soziale Anliegen stark mache, versteht sich von selbst. Dass ich als Frau für die Rechte und Möglichkeiten von Frauen kämpfe, ebenfalls. Darüber hinaus will ich auch in den Bereichen ländlicher Raum und Landwirtschaft, Bildung und Gesundheit Akzente setzen. Wir haben viele kleine Landwirtschafts- und Wirtschaftsbetriebe. Da wäre mir wichtig, dass die mehr gehört werden. Als Pädagogin ist es mir ein großes Anliegen, dass Bildung nicht abhängig ist von der Herkunft oder Sache des Geldes und des Einkommens, sondern frei zugänglich ist, und die Lehre wieder ihren Stellenwert erhält. Im Gesundheitsbereich soll eine gute Versorgung vor Ort gewährleistet werden. Grundsätzlich werde ich mich für ein besseres Miteinander in der Politik, für mehr Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg einsetzen – zum Wohl der Menschen, so wie ich das bisher auch in Altmünster getan habe.
Tips: Gab es schon ein Klubtreffen? Wie ist das für einen „Neuling“?
Feichtinger: Es gab bereits ein Klubtreffen. Wir „Neulinge“ wurden sehr herzlich von den Kolleginnen und Kollegen im Parlamentsklub aufgenommen. Ich wurde vom ersten Moment an aktiv in die Diskussionen eingebunden. Der frische Wind und die Ideen, die wir neuen Abgeordneten mitbringen, werden sehr geschätzt. Es wird kein Unterschied gemacht zwischen jenen, die schon jahrelang als Abgeordnete tätig sind und jenen, die neu hinzugekommen sind. Das Arbeitsklima ist ein wirklich gutes, ich habe den Eindruck, dass der Zusammenhalt und die Motivation für die Oppositionsarbeit in der Fraktion sehr hoch sind.
Tips: Haben Sie schon Parlamentsmitarbeiter?
Feichtinger: Ja, ich habe zwei sehr kompetente parlamentarische Mitarbeiter an meiner Seite, die sich die Arbeit teilen. Sebastian Lüking hat bereits langjährige Erfahrung in der Betreuung von Ausschüssen und wird sich auf die anfallenden Nationalratstätigkeiten in Wien konzentrieren. Der zweite Mitarbeiter ist David Lugmayr aus Ohlsdorf, er ist mit den Strukturen des Bezirks bestens vertraut und hat mich bereits mehrmals bei Aufgaben unterstützt, er wird sich daher auf die Wahlkreisarbeit vor Ort fokussieren. Ich bin für die auf mich zukommenden Herausforderungen also bestens gewappnet.
Tips:Wie wollen Sie die Doppelbelastung als Bürgermeisterin und Nationalratsabgeordnete schaffen? Wie wollen Sie diese zeitmäßig aufteilen?
Feichtinger: In der Wahlkampfzeit habe ich so viel Unterstützung von den verschiedensten Seiten erfahren, dass ich meiner neuen Aufgabe hoch motiviert gegenüberstehe. Ich hätte nicht kandidiert, wenn ich nicht der vollsten Überzeugung gewesen wäre, dass ich es schaffe, beide Aufgaben erfüllen zu können. Ich werde wie bisher immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Bedürfnisse der Altmünsterer und der Bürgerinnen und Bürger aus der Region haben. Ich habe starke Teams auf mehreren Ebenen, im Ort, im Bezirk, auf Landes- und Bundesebene an meiner Seite, die mir Rückhalt geben und mich bestmöglich in meiner Arbeit unterstützen. Vor allem habe ich einen tollen Ehemann an meiner Seite, ein wunderbares Team um mich und die Gewissheit in mir, dass man alles schaffen kann, wenn man es mit Leidenschaft anpackt.
Tips: Hat die Tätigkeit als Nationalratsabgeordnete Auswirkungen auf Ihre kommunale Arbeit? Gibt es personelle Veränderungen, z. B. mehr Kompetenzen für Gemeindevorstände?
Feichtinger: Ich werde wie bisher immer für die Anliegen der Bürger da sein und bin davon überzeugt, dass unsere Region durch meine Mitwirkung im Nationalrat profitieren wird. Das kann natürlich nur gelingen mit einem Team, das sich bereits in der Vergangenheit bestens bewährt hat, es wird daher keine personellen Änderungen geben. Ich vertraue auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass wir gemeinsam diese Herausforderungen meistern.


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