Tourenskisaison auf der Forsteralm beginnt mit schwerem Unfall

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Michaela Aichinger Michaela Aichinger, Tips Redaktion, 29.11.2021 11:01 Uhr

BEZIRK. Der Schneefall vom Freitag vergangener Woche hat einen frühen Beginn der Skitourensaison gebracht. Auf der Forsteralm waren am Samstag (27. November) mehr als 200 Skibergsteiger unterwegs - leider gab es bereits einen schweren Unfall.

Durch eine vermutlich vereiste Bindung löste sich kurz nach Beginn der Abfahrt vom Lehnereck (1005 Höhenmeter) ein Ski bei einer versierten Tourenskifahrerin, Spitzenalpinistin, Kletterinstruktorin, Sporttherapeutin und Alpenvereinsfunktionärin aus dem Bezirk Amstetten. Dadurch kam sie so unglücklich zu Sturz, dass sie sich eine schwere Unterschenkelverletzung zuzog.

Bergretter durch Zufall vor Ort

Zwei zufällig anwesende Bergretter der Ortsstelle Amstetten und drei freiwilliger Helfer, darunter ein Sanitäter des Roten Kreuzes Waidhofen/Y., leiteten sofort die Rettungsmaßnahmen ein. Leider war der Hubschrauber C15 nicht einsatzbereit. Wegen der beginnenden Dämmerung kam eine Bergung mit anderen Hubschraubern nicht mehr in Frage und auch der Nachtflughelikopter aus Krems war nicht einsatzfähig.

Anstrengende Bergung

Zur terrestrischen Bergung musste Bergegerät aus der Diensthütte der Bergrettung von der Forsteralm herbeigebracht werden und nach etwa zweieinhalb Stunden anstrengender Bergung konnte die Schwerverletzte dem Notarzt und Rettungswagen aus Waidhofen auf der Forsterau übergeben werden.

Bergrettung erinnert an Erste Hilfe-Pflicht

Erinnert sei bei dieser Gelegenheit, dass wie im Straßenverkehr eine Erste Hilfe -Pflicht besteht; es gilt: Jeder Mensch ist verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten, sofern dies zumutbar ist bzw. der Betroffene sich dabei nicht selbst in Gefahr bringt. „Helfen Sie nicht, machen Sie sich strafbar“, heißt es in einer Aussendung der Bergrettung.

Appell an Tourengeher

„Wir ersuchen alle Tourengeher, auch auf kurzen Touren nur gut ausgerüstet unterwegs zu sein, warme Bekleidung, Notfallapotheke, Stirnlampe, aufgeladenes Handy und Lawinenausrüstung mitzuführen. Im Notfall den Alpin-Notruf 140 wählen! Bitte im Grenzgebiet zu Oberösterreich oder Steiermark die Notfallnummer mit einer niederösterreichischen Vorwahl wählen, z.B. 07472 140 oder 07442 140, da der Notruf dann unverzüglich zur Bergrettung Niederösterreich/Wien gelangt und wertvolle Zeit gespart werden kann“, so die Bergrettung.

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien (ÖBRD NÖ/W) umfasst 30 Ortsstellen mit insgesamt etwa 1400 Bergretterinnen und Bergrettern. Die Ortsstelle Amstetten stellt 53 Bergretter; davon 29 aktive Bergretter, eine junge Bergretterin und fünf junge Bergretter sind in Ausbildung.

Die Mitglieder des ÖBRD NÖ/W stehen 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bei jedem Wetter freiwillig und unentgeltlich bereit, um bei einem Unfall im unwegsamen Gelände rasch und effizient helfen zu können. Der geografische Wirkungsbereich erstreckt sich von den alpinen Regionen in Niederösterreich über den südlichen Wienerwald bis zur Donau. Bergungen von Tieren im alpinen oder unwegsamen Gelände werden von der Bergrettung ebenfalls durchgeführt.

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