Fair Trade - Kinderarbeit und Schokolade
AMSTETTEN. Weltladen Obmann Ernst Gassner war im Dienste des Fair Trade-Gedankens als Osterhase unterwegs und hat Schokoeier aus fairer Schokolade verteilt.

Was in Europa verboten ist, gehört im globalen Süden noch immer zum Alltag: In Westafrika beispielsweise, wo 70 Prozent des weltweit gehandelten Kakaos geerntet werden, arbeiten viele Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 17 Jahren im Kakaoanbau und -ernte. Mehr als die Hälfte der weltweit verfügbaren Kakaobohnen werden in der Elfenbeinküste, in Ghana und in Indonesien produziert. Kinderarbeit ist in diesen Regionen weit verbreitet, nach wie vor arbeiten dort über zwei Millionen Kinder im Kakaoanbau und -ernte. Diese Kinder müssen regelmäßig gesundheitsgefährdende Tätigkeiten verrichten. Dazu zählen unter anderem das Schleppen von schweren Kakaosäcken, der Umgang mit landwirtschaftlichen Chemikalien und lange Arbeitszeiten – Tätigkeiten, die laut der Internationalen Labour Organisation für unter 17-Jährige strengstens verboten sind. Das bedingt natürlich auch, dass in dieser Zeit keine Schule besucht werden kann. Kinderarbeit ist eine häufige Methode, um Lohnkosten für Arbeitskräfte bei der Kakaobewirtschaftung niedrig zu halten.
Fair Trade gegen Kinderarbeit
Armutsgefährdung der in der Kakaoindustrie tätigen Familien ist oft der Grund für den weit verbreiteten Einsatz von Kinderarbeit. „Um Kinderarbeit auszuschließen und ein faires Einkommen für die Kakaobauern und -bäuerinnen sicherzustellen, muss man beim Kauf von Schokolade auf das Fairtrade-Siegel achten oder seine Schokis prinzipiell im Weltladen kaufen“, appelliert Ernst Gassner.


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