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AMSTETTEN/HOCHKAR. In der vergangenen Woche hatte das österreichische Bundesheer einen schwierigen Einsatz am Hochkar und bekämpfte dort die Schneemassen.

Abschließendes Antreten aller Einsatzkräfte Foto: Jägerbataillon 12
  1 / 18   Abschließendes Antreten aller Einsatzkräfte Foto: Jägerbataillon 12

In der Folge finden sich die Berichte des Jägerbataillons 12, die zum Assistenzeinsatz auf das Hochkar ausgerückt waren, um dort die Schneemassen zu bekämpfen:

Bericht 1

Sogar die deutsche BILD berichtet! Die gestrige kurzfristige Wetterbesserung wurde von den Einsatzkräften genutzt, um kontrolliert Lawinen abzusprengen und in weiterer Folge die Zufahrt zum Schigebiet und letztendlich der Hilfskräfte zu den Einsatzstellen sicherzustellen. Einige Soldaten der Kaderpräsenzeinheit des Jägerbataillons 12 brachten mit Hubschraubern des Bundesheeres Sprengladungen zu den Abwurfstellen und lösten diese dann kontrolliert aus. Sobald die Zufahrtsstraße dann geräumt ist, werden die in Amstetten bereitstehenden Soldaten in den Einsatzraum verlegt, um mit dem Hilfseinsatz zu beginnen.

Bericht 2

Nach erfolgreicher Lawinensprengung konnten auch die Helfer aus Amstetten und Melk in das Katastrophengebiet „Hochkar“ vordringen. Die Melker Pioniere standen mit schwerem Räumungsgerät im Einsatz und konnten dadurch Plätze für die Amstettner Jäger freiräumen, welche sofort zur Tat schritten. Derzeit sind 135 Soldatinnen und Soldaten vor Ort im Räumeinsatz.

Bericht 3

Der Hilfseinsatz am Hochkar ist nun für die Soldaten des Jägerbataillons 12 voll angelaufen. Um diesen enormen Schneemassen „Herr“ zu werden, musste von den rund 90 Soldaten aus Amstetten richtig angepackt werden. Das beste Beispiel über die Lage am Hochkar ist das erste Foto Vorher-Nachher. Unterstützt wurden die 12er auch von „schwerem Gerät“ der Melker Pioniere. Wie lange der Einsatz noch dauern wird, lässt sich zurzeit nur sehr schwer abschätzen, denn es stehen auch in den nächsten Tagen weitere Schneefälle an.

Bericht 4

Aufgrund der weiteren starken Schneefälle am Hochkar musste die Hochkar-Alpenstraße für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Rund 120 Soldaten und 19 Feuerwehrmitglieder, die die Nacht am Hochkar verbracht haben, befinden sich weiter im Einsatzgebiet und werden auch die Arbeit fortsetzen. Aus Sicherheitsgründen können diese Einsatzkräfte das Hochkar derzeit nicht verlassen. Die restlichen bereitgestellten Feuerwehrkräfte werden auf andere Einsatzgebiete aufgeteilt.

Bericht 5

Aktuelle Lage: Aufgrund der Tatsache, das zurzeit die Straße zum Hochkar für KFZ unpassierbar ist, erhielten die Soldaten und Einsatzkräfte Hilfe aus der Luft durch Bundesheerhubschrauber. Diese brachten weiteres Personal und Verpflegung an den Einsatzort. Das wichtigste aber war, das die Einsatzkräfte in den vergangenen zwei Tagen der Abgeschiedenheit von der Außenwelt und trotz widrigster Wetterverhältnisse enorme Leistungen vollbrachten und dadurch die Zufahrtsstraße zum Hochkar mit Mittwoch wieder freigegeben werden kann.

Bericht 6

Aktuelle Lage, 16.Jänner, 9.30 Uhr: Die Arbeiten der Einsatzkräfte gehen unermüdlich weiter. Es sind ja auch schon wichtige Fortschritte und Teilerfolge erreicht worden, die zusätzlich für Motivation der Soldaten und allen anderen Einsatzkräften sorgt. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass die sogenannte „Schirmbar“ nach vier Tagen nun endlich wieder frei und begehbar ist.

Zusätzliche Kräfte: ab dem heutigen Tag gibt es wichtige Verstärkung durch eine Assistenzkompanie, welche aus Soldaten des Stabsbataillons 3 aus Mautern und dem Pionierbataillon 3 aus Melk bestehen und unter das Kommando des Jägerbataillons 12 gestellt werden. Deren Hauptaufgabe ist in der Marktgemeinde Gaming Häuser freizuschaufeln und Straßen zu räumen.

Bericht 7

Nachtrag zu Mittwoch: Ein sogenanntes „Wow“-Erlebnis erlebten jene Soldaten, deren Auftrag es war, die Talstation vom Schlepplift zu suchen. Die Sonde fand das Dach der Hütte in etwa 1,5 Metern Tiefe. Da heißt es kräftig anpacken, um diese Station frei zu kriegen

Bericht 8

16. Jänner 2019: Der nächste anstrengende Tag geht zu Ende. Die Soldaten schaufelten auch am heutigen Tag fast ununterbrochen durch. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Viele wichtige Plätze, Häuser, Hütten, Liftstationen wurden freigeschaufelt. Und das Beste ist, dass trotz der Anstrengungen der letzten Tage alle noch immer hoch motiviert sind und sich auf die Vorhaben der kommenden Tage freuen.

Bericht 9

17. Jänner 2019: Auch am heutigen Tag ging die Schneeräumung für die Amstettner Soldaten schon früh morgens weiter. Von Häuser freischaufeln bis Liftanlagen freischaufeln ist ziemlich alles dabei. Die Soldaten werden bei diesem Wetter aber nicht nur auf sicheren Stand beim Arbeiten achten müssen, sondern auch, dass sie die hochalpine Sonne nicht verbrennt. Wie lange der Einsatz noch dauern wird, ist aus jetziger Sicht noch nicht zu sagen.

Bericht 10

18. Jänner 2019: Der Landeshauptfraustellvertreter von NÖ Stephan Pernkopf (ÖVP) und der Scheibbser Bezirkshauptmann Johann Seper erklärten am heutigen Vormittag in einer Pressekonferenz den Assistenzeinsatz des Bundesheeres am Hochkar für beendet. Pernkopf bedankte sich in Vertretung der Landeshauptfrau bei allen Einsatzkräften für die fast übermenschlichen Leistungen der letzten Tage und die ausgezeichnete Zusammenarbeit der Einsatzkräfte untereinander. Das Jägerbataillon 12 und alle ihm unterstellten Teile, aber auch alle anderen beteiligten Einsatzorganisationen ernteten für den Einsatz viel Anerkennung in der gesamten Region.

Das wurde von den Verantwortlichen der Hochkar-Region auch zum Anlass genommen, alle beteiligten Einsatzkräfte im März zu einem gemeinsamen Schitag am Hochkar einzuladen.


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Chris
Chris
22.01.2019 12:25

Traurig

Ich find es traurig das in jedem Bericht nur das österreichische Bundeswehr hervorgehoben wird. Was ist mit den freiwilligen Helfern, Feuerwehr usw. ???? Mfg