Eine Mühle mit sehr alter Geschichte

Norbert St. Mottas Tips Redaktion Norbert St. Mottas, 18.03.2020 12:00 Uhr

ST. PETER/AU. Die Rosenfellner Mühle besteht seit langer Zeit. Die Müllermeisterin Monika Rosenfellner kann viele Geschichten rund um das Müller-Handwerk erzählen.

ST. PETER/AU. Anlässlich des Tages des Wassers am 22. März lud Müllermeisterin Monika Rosenfellner zu einem Rundgang durch die Rosenfellner Mühle in St. Peter/Au. Denn Wasser ist für das Müllerhandwerk eine wichtige Energiequelle. Zirka zehn Prozent des Strombedarfs der Rosenfellner Mühle wird im mühleneigenen Kraftwerk erzeugt.

Bei der Gelegenheit berichtete Rosenfellner, dass der 20. März zum Tag des Mehls erklärt wurde – und der 20. März ist auch der internationale Glückstag.

Anfang im 14. Jahrhundert

Der Anfang der Mühle reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück. Damals bekam der Müller das Getreide und als Lohn durfte er einen Teil das Mehls behalten, berichtet Rosenfellner. Diese Praxis gab es zum geringen Teil noch bis in die 70er-Jahre. Heute bezieht die Rosenfellner Mühle Getreide, das ausschließlich aus der Region stammt, und verarbeitet dieses zu Mehlen, Backmischungen, Malzen, Grieß und vielem mehr.

Wasserkraftanlage

Monika Rosenfellners Großvater ließ eine Wasserkraftanlage errichten. 2011 musste diese dem Ausbau der Eisenbahn weichen. Monika Rosenfellner aber leitete den Bach – die Zaucha – um und errichtete dort die neue Wasserkraftanlage. Deren Kernstück ist die Schnecken, die den Generator antreibt. Neben Kraftwerkszulauf befindet sich eine Fischaufstiegshilfe.Mit diesem Strom – und weiterem Strom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie – wird die Mühle betrieben.

Bei einem Rundgang zeigt Rosenfellner auf die Mahlwerke, die schon gut 50 Jahre beste Arbeit verrichten. Beim Mahlen werden nicht nur unterschiedliche Getreidesorten verarbeitet. Mit dem Aussieben kann glattes und griffiges Mehl erzeugt werden: Glattes Mehl hat eine feinere Körnung als griffiges Mehl. Eine noch gröbere Siebung ergibt Grieß. Auch Mehl in unterschiedlicher Typenzahl wird erzeugt. Je höher die Typenzahl ist, desto mehr Inhalt des Getreidekorns kommt ins Mehl. Mehl mit hoher Typenzahl eignet sich fürs Brotbacken. Für Kuchen und Feingebäck nimmt man Mehl mit niedriger Typenzahl.

Bio-Qualität

In der Rosenfellner Mühle werden nicht nur verschiedene Mehle in biologischer Qualität erzeugt sondern auch fertige Backmischungen und andere Mehlprodukte. Diese gibt es direkt im Mühlenladen zu kaufen. Im Mühlenladen setzt man auf natürliche Verpackungen, der Transport erfolgt Großteils mit der Bahn und der Stapler fährt mit Elektroantrieb.Für Gruppen bietet Monika Rosenfellner Führungen durch die Mühle an, die auf Wunsch auch Brotbacken beinhalten. Dieses kommt vor allem bei Kindern gut an.

 

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