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Herbsttage Blindenmarkt: Wiener Sopranistin Lena Stöckelle im Tips-Interview

Michaela Aichinger, 03.10.2023 07:03

BLINDENMARKT. Ab 6. Oktober ist im Rahmen der Herbsttage Blindenmarkt Johann Strauss' Operette „Eine Nacht in Venedig“ zu sehen. Tips bat die Wiener Sopranistin Lena Stöckelle, eine der Hauptdarstellerinnen, zum Interview.

Lena Stöckelle ist bei den Herbsttagen als Annina zu sehen. (Foto: Lukas Beck)
Lena Stöckelle ist bei den Herbsttagen als Annina zu sehen. (Foto: Lukas Beck)

Tips: Frau Stöckelle, Sie stehen heuer bei den Herbsttagen als Annina auf der Bühne. Was reizt Sie an diesem Stück, an dieser Rolle?

Lena Stöckelle: Die „Nacht in Venedig“ war die erste Operette, die ich als Ganzes studiert habe, damals spielte ich Ciboletta. Deshalb haben diese Strauss-Melodien einen besonderen Platz in meinem Herzen. Vor allem liebe ich die witzig, galanten Stellen, wie im Duett mit dem Herzog, in denen Dialog, Tanz und Musik verschmilzt. Das Stück ist eine Verwechslungskomödie, aber die Rolle der Annina lebt sowohl durch verletzliche, aufgeregte, als auch glückliche und belustigende Momente.

Tips: Sie sind bereits zweimal in Blindenmarkt aufgetreten. Was verbinden Sie mit den Herbsttagen?

Stöckelle: Schon bei der ersten Probe war die Stimmung sehr positiv. Ich fühle mich unterstützt und geschätzt. In Blindenmarkt sieht man bekannte Gesichter und spürt die familiäre Atmosphäre. So als wäre man nie weg gewesen.

Tips: Wann haben Sie Ihre Liebe zum Gesang entdeckt, und wann speziell Ihre Liebe zur Operette?

Stöckelle: Im Volksschulalter hat meine damalige Chorleiterin und Gesangslehrerin das Feuer in mir erweckt und mir sehr viel auf den Weg zur Sängerin mitgegeben. Dass ich aber so eine große Liebe zuerst zum klassischen Gesang und dann zur Operette im speziellen entwickle, wusste ich damals noch nicht. Das Wesen der Operette lernte ich bei Wolfgang Dosch im Operettenlehrgang kennen und seitdem wächst mein Wissen und mein Interesse dazu.

Seit meiner Kindheit singe ich im Chor und solistisch bei Konzerten und Aufführungen. In der Musikschule Wien entwickelte sich der Plan, ja vielleicht „klassischen Gesang“ zu studieren. Ich studierte also an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Gesangspädagogik und Konzertfach bei Julia Bauer-Huppmann und Martin Vacha, an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien absolvierte ich zusätzlich den Operettenlehrgang.

Tips: Welche ist Ihre Traumrolle beziehungsweise Ihre Traum-Operette?

Stöckelle: Es war immer mein Traum, die ‚Adele‘ in der Fledermaus zu singen. Und der hat sich im vergangenen Frühling bei einer Uni-Produktion erfüllt, ich hoffe aber, dass die Rolle mir noch mal über den Weg läuft!

Tips: Auf Ihrer Homepage ist zu lesen, dass Sie auch Konzerte in Senioreneinrichtungen geben ...

Stöckelle: Ja genau, ich singe immer wieder Konzerte in Altersheimen, unterrichte Kinder ab vier Jahren und begrüße Möglichkeiten, außerhalb großer Produktionen, Menschen mit Musik Freude zu bringen. Der Moment, wenn man sich gegenseitig in die Augen schaut und plötzlich eine unsichtbare Verbindung durch die Musik entsteht, ist unersetzbar!

Montag bis Freitag, 9 – 12 Uhr

Infos und Tickets:

Online-Tickets (zum Originalpreis) und weitere Infos: www.herbsttage.at

Kartenhotline: Tel. 07473 66680, karten@herbsttage.at

Montag, 15 – 18 Uhr

Gemeindeamt Blindenmarkt


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