MAUER. Am 29. September findet der Tag des Denkmals statt. Unter dem Titel „HAND//WERK gedacht+gemacht“ werden das traditionelle Handwerk sowie die Restaurierung als Grundlagen des nachhaltigen und denkmalpflegerischen Tuns hervorgehoben. In Mauer ist unter dem Motto „Römische Geschichte (be)greifen“ eine Grabung mit Schülern geplant.

Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt wurde das Kastell Mauer von den Römern in der Spätantike stark befestigt. Die einstige römische Präsenz in Mauer an der Url wird durch Funde immer wieder eindrucksvoll sichtbar gemacht, nicht zuletzt durch den Fund des Jupiter-Dolichenus-Schatzes im Jahre 1937 (heute im Kunsthistorischen Museum Wien ausgestellt).
In den letzten Jahren hat sich der Dorferneuerungsverein Dolichenus Mauer das Ziel gesetzt, diese Vergangenheit wieder sichtbar zu machen. So wurden etwa Spielplätze und Gärten im römischen Stil und nicht zuletzt ein Römerrundweg vor Ort geplant und errichtet.
Die Erforschung der Vergangenheit führte auch zu einer Bodenradarmessung, durch die im Umfeld des Kastells die Umrisse einer römischen Villa rustica festgestellt werden konnten.
Im Zuge eines Schulprojektes in Kooperation mit dem Bundesrealgymnasium Waidhofen an der Ybbs wird unter der Anleitung von Archäologen eine Gruppe von Schülern des Latein-Wahlpflichtfaches Mitte September selbst Hand anlegen können bei der Erforschung der römischen Vergangenheit.
Die ausgegrabene Fläche samt Fundgegenständen wird dabei am Tag des Denkmals ebenso präsentiert werden wie die Erfahrungen der Nachwuchsarchäologen.
Öffnungszeiten: 10 Uhr bis 15 Uhr
Führung(en):
13 Uhr, Dauer 60 Minuten
Thema: Römerrundweg Mauer inklusive Ausgrabung
Treffpunkt: Ausgrabungsfläche Spiegelsberg, Landesstraße 6217 Nähe Eichenweg
Führer: Niklas Rafetseder
Nur am Tag des Denkmals geöffnet.
Der Dorferneuerungsverein Dolichenus Mauer wird für die Versorgung der Besucherinnen und Besucher sorgen.


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