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Leserbrief: "Geplanter Schrottplatz in Greinsfurth erhitzt weiter Gemüter"

Michaela Aichinger, 10.09.2025 08:42

AMSTETTEN. Der Amstettner Heiner Brachner von der Bürgerinitiative “EnscheideMit” äußerst sich in einem Leserbrief zum geplanten Schrott- und Abfallbehandlungszentrum in Amstetten-Greinsfurth.

 (Foto: Tips GmbH)
(Foto: Tips GmbH)

Heiner Brachner: „ 'Wir wohnen hier seit Jahrzehnten – und plötzlich soll ein Schrottplatz direkt vor unserer Haustür entstehen?', sagt ein besorgter Greinsfurther. Die unmittelbare Nähe zum bestehenden Wohngebiet sorgt bei den Anrainern für große Besorgnis. Besonders die vorgesehenen Betriebszeiten, die werktags von 6 bis 20 Uhr, samstags von 7 bis 16 Uhr reichen. Nachbarn haben laut Gesetz Anspruch auf Schutz vor unzumutbaren Immissionen. Doch sechs Stunden Schrottscherenlärm täglich, dazu Ent- und Verladungen und 60 zusätzliche LKW pro Tag direkt neben unseren Häusern – das überschreitet jede Grenze. Wir fragen uns, ob wir unsere Gärten überhaupt noch nutzen können, wenn unsere Lebensqualität so massiv eingeschränkt wird.“

Umweltverträglichkeitsprüfung gefordert

„Auch eine strenge behördliche Prüfung ohne weitere Umweltverträglichkeitsprüfung würde das Problem nicht lösen. Der Industrielärm ist im Gebiet bereits jetzt hoch. Die geplante Schrottanlage würde diesen Lärm noch kumulieren – eine Gesamtbelastung, die nach unserem Verständnis weder mit dem Immissionsschutz noch mit dem Grundrecht auf Gesundheit vereinbar ist.“

Brandgefahr

„Hinzu kommt noch die Gefahr von Bränden: In den letzten Monaten kam es österreichweit mehrfach zu Feuerwehreinsätzen auf Schrott- und Recyclinghöfen – etwa der Großbrand in Nußdorf (Osttirol), in Pill (Tirol), Wien, Laxenburg und Dietach. Diese Vorfälle verdeutlichen, dass Brände in solchen Anlagen kein Ausnahmefall, sondern ein wiederkehrendes Risiko durch Selbstentzündung des gelagerten Gefahrenmaterials darstellen. Ein vergleichbares Feuer bei der geplanten Anlage in Greinsfurth könnte in der angrenzenden Wohnsiedlung rasch zur Luft- und Gesundheitsgefahr werden. Die Bürgerinitiative “EnscheideMit” fordert daher eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).“

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