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NÖ. Der Boden ist ein komplexer Lebensraum, welcher im Hinblick auf Ernährung, Klimawandel, Wasserqualität und Artenvielfalt eine äußerst gewichtige Rolle spielt. Am 5. Dezember, dem Weltbodentag, wird diese wertvolle Ressource deshalb alljährlich in den Fokus des Bewusstseins gerückt.

Am 5. Dezember wird der Tag des Bodens gefeiert. Foto: TinnaPong/Shutterstock.com
Am 5. Dezember wird der Tag des Bodens gefeiert. Foto: TinnaPong/Shutterstock.com

In einem vitalen Boden mit seinen Millionen Bewohnern steckt alles, was das Obst und Gemüse in den Gärten für ein gesundes Gedeihen benötigt. Zudem kann ein gesunder Boden bei Starkregenereignissen mehr Wasser aufnehmen und er wirkt im Sommer als natürliche Klimaanlage.

Immense Organismen-Vielfalt

Die unter den Füßen liegende, verborgene Lebenswelt beherbergt eine immense Organismen-Vielfalt, die den Umwandlungsprozess organischen Materials zu nährstoffreicher Erde bewerkstelligt und damit eine der wesentlichsten Grundlagen des Lebens schafft.

„100 Millionen Bakterien in einem Gramm Boden“

„Ein Gramm Boden enthält bis zu 100 Millionen Bakterien unterschiedlichster Art, welche in einem komplexen Netzwerk miteinander verbunden sind. Chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide können dieses Gefüge nachhaltig stören. Wer auf deren Einsatz sowie auf die Nutzung von Torf verzichtet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz dieser wertvollen Ressource Boden und fördert gleichzeitig die Grundwasserqualität“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Tipps zur Förderung gesunder Böden

·        Bearbeitung: die verdichtete Erde oberflächlich auflockern, aber den Boden im Herbst nur im Ausnahmefall (bei schweren Tonböden, nur in den ersten Jahren) mit dem Spaten umstechen, damit das sensible Gefüge der Bodenorganismen nicht gestört wird

·        Bodenschutz: den offenen Gartenboden im Winter mit einer lockeren Mulchschicht aus Laub bedecken, darauf gelegtes Reisig schützt vor Verwehungen

·        Kreislaufwirtschaft: während der Vegetationsperiode Kompost, Jauchen, Brühen oder andere regional verfügbare organische Düngemittel zur Nährstoffversorgung der Pflanzen nutzen

·        Bodenpflege: bei der Planung im Gemüsegarten auf Fruchtfolge und Mischkultur achten; den Beeten alle paar Jahre eine Kur mit Gründüngungspflanzen gönnen

·        Kein Torf: Torf ist ein wichtiger Kohlendioxid-Speicher, dessen Abbau die Klimaerwärmung fördert

Persönliche Beratung zum Thema und zum naturnahen Gärtnern bekommt man beim „Natur im Garten“-Telefon unter 02742/74333 oder per Mail an gartentelefon@naturimgarten.at.


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