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AMSTETTEN. Am 9. Juli stellte „Kirche in Not“-Nationaldirektor Herbert Rechberger eine Wanderausstellung des Päpstlichen Hilfswerks vor und gab Einblicke zur weltweiten Verfolgung von Christen. Drei Wochen lang – bis 26. Juli 2023 – ist die Schau nun in der Amstettner Herz Jesu-Kirche zu sehen.

Pater Bernhard Maier mit Herbert Rechberger sowie Pfarrmitarbeiter Herbert Haslinger (Foto: Wolfgang Zarl)

„Christsein war noch nie so gefährlich wie heute“, betonte Rechberger. Und das, obwohl die Religionsfreiheit in den Allgemeinen Menschenrechten von 1948 verankert worden ist. Das Christentum sei seit dem Beginn vor 2.000 Jahren mit Verfolgung konfrontiert. Rechberger teilte mit, dass Christen in über 50 Ländern verfolgt, inhaftiert, schikaniert oder sogar umgebracht würden. Der Experte zitierte eine andere Hilfsorganisation „Open Doors“, laut der 200 Millionen Christen darunter leiden müssten. Am stärksten seien Christen in Nordkorea, Somalia und im Jemen.

Hochverrat in Nordkorea

In Nordkorea, wo die Zahl der Christen auf etwa 200.000 geschätzt wird, gelte ein Bekenntnis zum Christentum quasi als Hochverrat. Daher müssten dort die Gläubigen ihr Christsein geheim halten, um nicht verhaftet und in ein Arbeitslager eingeliefert zu werden. Besonders sorgt sich Rechberger, dass in den „Ursprungsländern des Christentums“ im Nahen Osten die Christen verschwinden. Aber auch in Staaten, wo man es weniger vermutet, wird Christen in manchen Regionen schwer zugesetzt, etwa in Indien durch fanatische Hindus oder in Nigeria durch die islamistische Terrorsekte Boko Haram. Exemplarisch nannte Rechberger auch Pakistan, wo Blasphemie oder die Schmähung des Propheten Mohammed streng bestraft wird.

Drei hilfreiche Säulen

„Kirche in Not“ lädt zu drei Säulen der Hilfe ein: erstens mittels Gebet, zweitens per Informationen, womit verfolgten Christen und anderen Minderheiten eine Stimme gegeben werde, und drittens als konkrete Hilfe. Man sei eng mit Bischöfen, Priestern oder Ordensfrauen in Konfliktländern in Kontakt, diese wüssten genau, was benötigt werde: etwa Hilfen für die Motorisierung (Mopeds, Autos …) oder bei Bauvorhaben wie Kirchen oder pastoralen Zentren. Auch religiöse Literatur stellt „Kirche in Not“ zur Verfügung.

Spenden erbeten

Die Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu bittet darum, sich Zeit zu nehmen und sich die Ausstellung in der Herz Jesu-Kirche anzusehen. Auch Spenden für Projekte zugunsten von christlichen Minderheiten sind gerne möglich.


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