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Liebe macht blind: Brunftzeit bringt verstärkte Gefahr im Straßenverkehr

Online Redaktion, 29.07.2024 19:10

BEZIRK/NÖ. Während der ab Ende Juli startenden Reh-Brunftzeit muss man auf der Straße besonders auf querende Rehe achten. Der Bock treibt die Geiß, wodurch es häufiger zu Wechseln über Straßen kommt, warnt der NÖ Jagdverband.

Ab Ende Juli beginnt die Reh-Brunftzeit. Es kommt vermehrt zu Wechseln über die Straße, daher gilt besondere Vorsicht im Straßenverkehr. (Foto: Dieter Hopf)

„Bock und Geiß haben in der Brunftzeit nur Augen füreinander, das Haupt gesenkt und den Kopf woanders. Daher sollten Autofahrer das Tempo anpassen und die Straßenränder im Blick behalten“, so Landesjägermeister Josef Pröll.

Unfallrisiko

Das blinde Treiben der liebestollen Tiere erhöht das Unfallrisiko auf Niederösterreichs Straßen. Nicht nur in Walddurchfahrten oder auf beschilderten Streckenabschnitten kreuzen Rehe nun vermehrt die Straße, sondern auch auf verschiedensten Überlandstrecken. Der verstärkte Wildwechsel findet zudem nicht nur in den Abend- und Morgenstunden statt, sondern den ganzen Tag über.

Richtiges Verhalten

Sollte es zu einer Kollision mit einem Reh kommen, gilt es, die Polizei zu verständigen, auch wenn das Tier flüchtet. Diese informiert die Jägerschaft. Das Tier darf keinesfalls mitgenommen werden.

„Wildtiere & Verkehr“

In Niederösterreich kommen jährlich mindestens 30.000 Wildtiere durch den Straßenverkehr zu Tode. Rehwild ist dabei mit 15.000 Stück am stärksten betroffen. Der NÖ Jagdverband setzt zur Senkung der Wildunfallrate unter anderem auf akustische und optische Warnmelder. Im Rahmen des Projekts „Wildtiere & Verkehr“ werden diese an neuralgischen Straßenabschnitten angebracht. Sie halten Wildtiere im Falle von herannahenden Fahrzeugen von der Fahrbahn fern.


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