Informationslücken beim Impfschutz im Alter
MOSTVIERTEL. Wertvolle Rückschlüsse über das Impfwissen bei älteren Menschen erhielten die Experten der Gesundheitsabteilung des Landes NÖ anlässlich des ersten Impf-Info-Standes bei der NÖ Seniorenmesse „Bleib aktiv“ in St. Pölten.

„Etwa 250 Beratungsgespräche konnten in den zwei Tagen geführt werden. Dabei wurde augenscheinlich, dass zwar bei den Seniorinnen und Senioren die Akzeptanz für jene Impfungen groß ist, die durch kommerzielle Werbung einen bestimmten Bekanntheitsgrad erreichen, wie etwa die Zeckenimpfung, jedoch gewisse Informationsdefizite deutlich wurden, die den Impfschutz im Alter betreffen“, informiert NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ).
Kürzere Auffrischungsintervalle im Alter
„Vielen war nicht bekannt, dass ab dem 50. Lebensjahr kürzere Intervalle für die Auffrischungen gelten und dass spezielle Impfungen für das höhere Lebensalter vorgesehen sind“, betont die Landesrätin: „Denn mit dem Alter nimmt die Fähigkeit des Immunsystems wieder ab, sich gegen Infektionen zu schützen. Das Risiko für gewisse Erkrankungen steigt. Zumeist verlaufen diese Infektionskrankheiten bei älteren Menschen oft schwerer und komplizierter als bei jüngeren. Deshalb ist eine zeitgerechte Auffrischung der Impfungen von wesentlicher Bedeutung.“
Individuelle Beratung
„Darum Impfen“, die Impf-Info-Kampagne des Landes NÖ, setzt in diesem Jahr auf individuelle Beratungen bei Messen und Gesundheitstagen. Die nächste Möglichkeit, sich seines Impfstatus zu vergewissern, wird der Gesundheitstag der NÖ Gebietskrankenkasse am 6. April in Öhling sein. „Ärztinnen und Ärzte werden im persönlichen Gespräch Auskunft über empfohlene Impfungen und notwendige Erneuerungen des Impfschutzes geben. Um die individuelle Beratung bestens gewährleisten zu können, ist allerdings die Mitnahme der eigenen Impfdokumente unbedingt erforderlich“, so Königsberger-Ludwig abschließend.


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