Top-Unternehmen treffen auf die Makerszene
MOSTVIERTEL. “Industry meets Makers“ bringt zum 4. Mal Top-Unternehmen und die Makerszene zusammen, am 21. März 2019 fand das zukunftsweisende Format erstmalig auch im Mostviertel statt.

„Wie wird ein Einstiegssystem einer Metro oder Straßenbahn im Jahr 2030 aussehen?“ Für insgesamt 14 solcher und ähnlicher Fragestellungen suchen Unternehmen im Rahmen der Open Innovation Plattform „Industry Meets Makers“, 2015 gegründet von Sandra Stromberger, ab sofort österreichweit kreative Ideen von „Makern“, technikaffinen Tüftlern. Erstmals wurden unter dem Motto #IMMgoesWEST und #IMMgoesSOUTH die Kick-off-Events neben Wien auch in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark organisiert.
Wirtschafts- und Industriebetriebe pitchen ihre Challenges vor der Makerszene
In fünfminütigen „Pitches“ erklärten Unternehmensvertreter spezifische Problemstellungen, an deren Lösung sich nun Technikbegeisterte abarbeiten dürfen. „Wie könnte man Materialen aus Autos wiederverwerten, die am Ende ihres Lebenszyklus angelangt sind?“, ist etwa die Frage, die Franz Mayr von Magna Steyr stellte. Weitere solcher „Briefings“ stammen von Infineon, Nokia, AIT, ÖBB, Wacker Neuson, sowie den Mostviertler Unternehmen Worthington Industries, ZKW Group, IFE Doors und Microtronics. Gesucht wird unter anderem nach neuen Ideen zum Einsatz von Licht im Zeitalter des autonomen Fahrens, innovativen und sicheren IoT-Prototypen oder neuen Digital-Konzepten für Mietshäuser.
#IMMgoesWEST-Kick-off in der Remise im Quartier A in Amstetten
Nach dem Startschuss am Donnerstag in Wien zog der „Industry Meets Makers“-Tross weiter und machte gestern erstmalig in Amstetten Halt, um das Programm vorzustellen. Mehr als 90 Interessierte lauschten den spannenden Herausforderungen der Unternehmen, im Anschluss wurden die ersten Ideen besprochen. Danach ging es mit dem Speed-Dating Train weiter nach Linz in die Tabakfabrik zum Abendevent.
Spannende Lösungen in den vergangenen Jahren
Schon in den vergangenen drei Jahren sind viele spannende Lösungen und Projekte entstanden. So wurden für Magna-Steyr etwa „In-car Games für den Stauzeitvertreib“ entwickelt. Bei Infineon kam beim Thema „ E-Vehicles & Smart Accessories für einen grüneren Arbeitsweg“ unter anderem ein E-Longboard heraus. Nokia suchte nach IoT-Smart City-Lösungen. Dabei entstanden ua. ein Projekt zu smarten Solarleuchten.
„Inzwischen wurden Prototypen, Apps und smarte Hochbeete entwickelt. Es seien Unternehmen gegründet und Patente angemeldet worden. Es kommen sogar Wasseraufbereitungsanlagen auf den Markt, die in Afrika ausgerollt werden“, so Sandra Stromberger.
Wer gestern nicht dabei sein konnte, hat noch immer die Möglichkeit, einzusteigen – auf der Webseite von IMM findet jeder das Briefing seines Interesses. Mitmachen kann im Grunde jeder kreative Kopf – vom Schüler, Studenten, freien Entwickler bis hin zum Start-up und KMU. Die Unternehmen bieten den Bewerbern Unterstützung bei der Entwicklung der Ideen an, im besten Fall winkt eine Markteinführung des Produkts oder auch eine Anstellung. Die besten Lösungen und Prototypen der aktuellen Ausschreibungen werden Anfang November bei den „Digital Days“ in Wien vorgestellt.
Die Zukunftsakademie Mostviertel ist seit 2019 offizieller Partner von IMM Industry meets Makers und unterstützt dieses überaus erfolgreiche und zukunftsweisende Format aktiv für Niederösterreich.


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