SPÖ NÖ pocht auf ein Offenbleiben der Pflichtschulen

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Michaela Aichinger Michaela Aichinger, Tips Redaktion, 11.11.2020 14:54 Uhr

NÖ. Anlässlich einer Pressekonferenz sprachen sich der Landesparteivorsitzende der SPÖ NÖ, LHStv. Franz Schnabl, Bildungssprecherin LAbg. Elvira Schmidt und Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar für ein Offenbleiben der Pflichtschulen aus. Zudem habe die SPÖ eine Schul-Petition gestartet.

„Die türkis-grüne Bundesregierung hatte monatelang Zeit, um einen geregelten Schulbetrieb zu organisieren. Zwei Monate nach Schulbeginn ist bereits klar: Statt Ordnung und nachvollziehbaren Abläufen herrscht Chaos an unseren Schulen!“, kritisierte LHStv. Franz Schnabl in seinem Eingangsstatement. Daher habe sich die SPÖ NÖ entschlossen, die Petition „Corona-Schulchaos stoppen!“ zu starten.

„Völlig überfüllte Schulbusse“

„Insbesondere die Tatsache von völlig überfüllten Schulbussen, in denen Kinder und Jugendliche keine Abstandsregeln einhalten können, während sie erst in der Schule am Gang nicht miteinander Kontakt haben oder reden dürfen, ist ein anschauliches Beispiel für das Versagen der Bundesregierung“, macht Schnabl seinem Ärger Luft.

„Es braucht Kraftanstrengung“

Des Weiteren dürfe es nun keinesfalls zu Schließungen der Pflichtschulen kommen, betonte der SPÖ-Landesparteivorsitzende: „Es braucht eine Kraftanstrengung, um einen Unterricht zu gewährleisten, der kein Kind zurücklässt. Corona darf nicht einer ganzen Generation die Möglichkeit auf eine solide Bildung beziehungsweise Ausbildung kosten, nur weil die Bundesregierung über die Sommermonate nicht im Stande war alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Vorausschauendes Handeln geht anders und die Regierung zeigt tagtäglich ihr Unvermögen in diesem Bereich!“

„Lehrpersonal nicht aus den Augen verlieren“

SPÖ Niederösterreich-Bildungssprecherin Schmidt forderte, auch das Lehrpersonal nicht aus den Augen zu verlieren: „Es ist wichtig, insbesondere “fahrendes„ Lehrpersonal – also Lehrer, die ihren Dienst an verschiedenen Schulen versehen – mindestens alle 14 Tage zu testen. Denn diese Menschen kommen mit sehr vielen Schülern und Lehrern in Kontakt und sind deshalb einem besonderen Risiko ausgesetzt. Damit einhergehend muss die Situation des Lehrpersonals im Auge behalten werden, sodass es hier zu keinen Engpässen kommt“, so Schmidt. Auch die Möglichkeit zur Hinzuziehung von Studenten, die sich in der Endphase ihres Studiums befinden, solle bei einer Notwendigkeit nicht ausgeschlossen werden.

Kocevar ortet „Chaos und Unsicherheit“

„Der zweite Lockdown ist da. Und damit auch wieder Chaos und Unsicherheit bei Schülern, Pädagogen und Eltern“, erklärte SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar und nannte ein Beispiel aus dem Bezirk Melk: „Am Allerseelentag waren die Schulen auf der Corona-Ampel noch gelb gestellt, seit Dienstag auf orange. Die Eltern wurden aufgefordert, den Bedarf für einen Laptop für ihr Kind bis zum nächsten Tag zu melden. Für mich ist klar, dass auch in den Schulen der Lockdown bereits gezielt vorbereitet wird – auch wenn er derzeit noch dementiert wird. Wie Eltern, Kinder und Pädagogen mit dieser verwirrenden, unvorbereiteten Entwicklung umgehen, das interessiert das Chaos-Kleeblatt rund um Kurz offenbar überhaupt nicht“, kritisiert Kocevar.

Petition gestartet

Deswegen sei es der SPÖ NÖ „ein wichtiges Anliegen“ gewesen, eine Petition an die Bundesregierung zu starten – derzeit gebe es 1100 Online-Unterschriften sowie etwa 2000 persönliche Unterschriften auf Listen. Aufgrund der Betroffenheit vieler Menschen wird die Eintragungsfrist verlängert, kündigten Schnabl, Schmidt und Kocevar an: „Unsere Petition soll helfen, ÖVP und Grüne endlich wachzurütteln und für einen geregelten Ablauf in den Schulen sorgen“, betont Kocevar.

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