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AMSTETTEN. Derzeit beurteilen die Österreichischen Bundesforste den ökologischen Zustand der Forstheide. Dabei stellte sich bereits heraus, dass eine große Vielzahl an Baum- und Straucharten vorherrscht, wie sie in reinen Wirtschaftswäldern kaum zu finden ist.

(v.l.) Ludwig Dorfstetter (Bundesforste), VP-Gemeinderätin Michaela Pfaffeneder, Siglinde Malleck (Umweltreferat), Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Grüne) (Foto: Stadtgemeinde Amstetten)

Die Waldflächen der Forstheide sind bis in die jüngste Vergangenheit stark von der menschlichen Nutzung geprägt worden. So entstanden verschiedene, für die Forstheide typische Waldbilder. Dazu zählen die lichten Kiefernwälder oder auch die mit Eichen bewachsenen Waldteile.

Wald soll sich „möglichst natürlich“ entwickeln

„In Zukunft soll dem Wald die Möglichkeit gegeben werden, sich möglichst natürlich zu entwickeln. Die Voraussetzungen dafür sind auf dem größten Teil der Fläche gegeben“, so Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Die Grünen). Besonders interessant sei die große Vielfalt an Baum- und Straucharten, wie sie in reinen Wirtschaftswäldern kaum zu finden sind. So konnten auch mittlerweile selten gewordene Eiben von stattlichem Alter gefunden werden. Sie sind auf der roten Liste der gefährdeten Arten zu finden und stehen somit unter Schutz. Durch die früheren massiven Schlägerungen dieser Bäume wurden sie fast ausgerottet. Umso erstaunlicher und erfreulicher ist es, dass in der Forstheide 100-jährige Bestände gefunden wurden.

Kokeschwald: bekannter Eibenbestand

Der Bereich des Kokeschwaldes in Ulmerfeld-Hausmening ist beim Bundesforschungszentrum für Wald in Wien, dem Institut für Waldbiodiversität und Naturschutz, als Generhaltungspool für Eiben gelistet. Die Bestände werden in einer Karte dokumentiert, damit sie für die Zukunft gesichert werden können. Es werden auch Proben entnommen und die genetische Vielfalt untersucht.

Maßnahmen in der Forstheide

Der Erhalt der Vielfalt in den Wäldern ist ein wichtiger Beitrag zur Schaffung klimafitter und widerstandsfähiger Wälder. In der Forstheide wurden dahingehend auch die ersten Maßnahmen umgesetzt. Entlang der Laufstrecke 1 entstehen im Zuge der Wegesicherung 27 Habitatbäume, die einen unterschiedlichen Zersetzungsgrad aufweisen. Viele Pflanzen, Pilze und Insekten sind auf dieses Totholz angewiesen. Von besonderer Bedeutung sind die Eichenvorkommen in der Forstheide. Viele der größten Käferarten wie der Hirschkäfer, Eichenbock oder der Eremit sind auf das Vorhandensein von Eichen angewiesen. Alle drei Käferarten befinden sich auf der roten Liste für gefährdete Arten. Besonders die Vielfalt an ökologisch wertvollen Kleinlebensräumen gibt der Forstheide ihre starke Bedeutung für den Naturschutz in der Region. Um die Diversität zu fördern, ist es wichtig, auch den Anteil an Altbaumbeständen mit einem Alter von über 120 Jahren zu heben.


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