Pflegekräfte-Mangel: „Wir schlagen Alarm“

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Hilfswerk NÖ-Präsidentin Michaela Hinterholzer im Gespräch (Foto: mai)
Hilfswerk NÖ-Präsidentin Michaela Hinterholzer im Gespräch (Foto: mai)
Michaela Aichinger Michaela Aichinger, Tips Redaktion, 20.08.2021 08:04 Uhr

BEZIRK. Der Personalmangel ist bei allen Sozialorganisationen angekommen. Hilfswerk NÖ-Präsidentin Michaela Hinterholzer verdeutlicht die prekäre Lage.

„Wir schlagen Alarm. Wenn wir unseren aktuellen Pflege-Standard erhalten wollen, benötigen wir bis 2030 in Österreich zusätzlich 75.000 Pflegekräfte. Das heißt, jeder fünfte Jugendliche müsste jetzt einen Pflegeberuf ergreifen. Wir werden auf allen Ebenen Personal brauchen“, erklärt Hinterholzer.

Ausbildungsplätze „massiv aufstocken“

Sie stelle sich weder gegen eine Pflegelehre noch dagegen, Pfleger aus dem Ausland – etwa aus Asien – nach Österreich zu holen. Hierzulande sei es nötig, die Ausbildungsplätze im Pflegebereich „massiv aufzustocken“ sowie mehr Lehrgänge anzubieten. „Mir wäre es auch wichtig, dass Menschen, die in NÖ eine Pflege-Ausbildung absolviert haben, auch einige Jahre hier arbeiten müssen“, so Hinterholzer, die zudem darauf hinweist, dass für viele Menschen in der Lebensmitte ein Berufswechsel hin zur Pflege finanziell nicht möglich sei. Hier denkt die Politikerin an eine Bezahlung ab dem Tag, an dem man in Ausbildung ist.

Hilfswerk NÖ: 200 offene Stellen

„Fakt ist, dass man sich etwas überlegen muss, um den Pflegebedarf decken zu können. Derzeit haben wir im Hilfswerk NÖ 200 offene Stellen zu besetzen“, so Hinterholzer.Abgesehen vom Personalthema fordere man auch eine Entlastung der pflegenden Angehörigen. „In NÖ beziehen 91.000 Menschen Pflegegeld. Davon werden 62 Prozent von der Familie betreut, 20 Prozent von Mobilen Diensten und fünf Prozent von einer 24-Stunden-Betreuung. Die Familie ist also die größte Pflegeorganisation des Landes“, so Hinterholzer, die sich etwa 1.500 Euro an Entschädigung zusätzlich zum Pflegegeld vorstellen kann – eventuell in Form von Sachleistungen.

„Erfüllender Pflegeberuf“

Weitere Punkte seien ein Ausbau der kostenlosen Pflegeberatung sowie mehr Fairness beim Pflegegeld. Zudem müsse man das Image der Pflege verbessern: „Der Pflegeberuf ist herausfordernd, aber auch sehr erfüllend“, betont Hinterholzer.

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