Andorf. Es duftet nach süßen französischen Crêpes, flaumigen Krapfen und zitronigen Keksen aus Finnland, sobald man die Fachschule Andorf betritt. Eine Woche lang verwandelte sich die Küche der Fachschule Andorf in eine internationale Kochinsel.
Spezialitäten aus Finnland, Frankreich, Deutschland und Österreich zauberten die Schüler der Fachschule Andorf mit der Unterstützung von zehn Austauschschülern in der Austauschwoche. Bei einem Büffet wurden die Gerichte anschließend verkostet. Das Büffet war gleichzeitig auch eine Generalprobe. Die gemischte Klasse hat für ihren Besuch im Andorfer Kindergarten geübt, bei dem sie die Kleinen mit einem leckeren, bunten und lustigen Büffet überraschen wollte. Wohlfühltage für Kinder Nicht nur der Geschmack der Speisen sollte überzeugen, auch die Optik musste etwas ganz Besonderes sein. Ein kunstvoll gestalteter Kuchen, der an ein Piratenschiff erinnerte, und Paprikaschoten, gefüllt mit Nudelsalat, die aussahen wie eine Lokomotive, wurden zum Thema der Austauchwoche „Wohlfühltage für Kinder“ zubereitet. Rund um den Fasching haben die Schüler weitere Aktivitäten für die Kindergartenkinder in Andorf erarbeitet und vorbereitet – und das alles in Englisch. Sie wollten mit den Kids Aufstriche machen und Brote verschönern. Die französischen Austauschschüler planten, Faschingsmasken zu basteln. Außerdem durften sich die Kids auf den ersten Kontakt mit der finnischen, englischen und französischen Sprache freuen. Das Thema „Wohlfühltage“ geht auf ein neues Gesetz in Finnland zurück. Dort wurde den Schulen verordnet, ein Programm zu erarbeiten, damit sich die Schüler in der Schule wieder wohlfühlen können. Die Ideen dazu müssen von den Schülern kommen. „Da können sie sich was bei uns abschauen“, sagt Lehrerin Brigitte Ebner über die Entstehung dieses Projekts. Mehr als 20 Jahre Erfahrung hat die Fachschule Andorf mit EU-Projekten, seit 2003 gibt es hier EU-Projekte in dieser Form. Mit dem Austauschprogramm wollen die Andorfer Schüler ihren Horizont erweitern und Europa mit seinen vielen Facetten kennen lernen – und das mit allen Sinnen. „Es geht nicht darum, perfekt Englisch zu sprechen, sondern um den Kontakt und die Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen“, sagt Ebner. Oft stehen die Schüler noch Jahre später miteinander in Kontakt. „Das macht es aus, so soll es sein“, so Ebner, glücklich über den Erfolg des Projektes. Im Mai dürfen fünf Schüler aus Andorf nach Finnland reisen.