Hausärztlicher Notdienst – kurz „HÄND“ – feierte ersten Geburtstag
ANDORF. Nach nur einem Jahr ist er aus der medizinischen Versorgungslandschaft der Region nicht mehr wegzudenken: der hausärztliche Notdienst – kurz HÄND genannt. Am 1. Juli feierte er als jüngste Einrichtung in der ärztlichen Versorgung im Bezirk seinen ersten Geburtstag.

Über Initiative von Walter Schreiner als Sprecher der niedergelassenen Ärzte des Bezirkes startete der hausärztliche Notdienst in Kooperation mit dem Roten Kreuz am 1. Juli 2014. Seither sind in jeder Nacht zwischen 19 und 7 Uhr sowie samstags und sonntags und an Feiertagen jeweils ein Arzt und ein Rotkreuz- Mitarbeiter für 65.000 Menschen in 31 Gemeinden aus drei Bezirken im Einsatz. „Der Dienstplan der HÄND-Lenker wird aufgrund der Bereitschaft der 43 hoch motivierten freiwilligen Mitarbeiter fast schon zum Selbstläufer“, freut sich der Dienstführende Thomas Schlöglmann über die hohe Leistungsbereitschaft seiner Mannschaft. HÄND macht alle zu GewinnernAus der Sicht der Verantwortlichen sind alle, die mit dem HÄND bereits Bekanntschaft gemacht haben, Gewinner: die Patienten, weil ein direkter Kontakt mit einem Arzt möglich ist, der dann zu einer telefonischen Beratung oder zu einer Visite führt. Die Ärzte, weil klar abgegrenzte Einsatzzeiten mit weniger Bereitschaftsdiensten jedoch höherer Auslastung anfallen. Das Rote Kreuz, weil zum Rettungsdienst, zu den Gesundheits- und Sozialen Diensten, Katastrophenhilfsdienst und Jugendarbeit ein zusätzliches Spektrum angeboten werden kann. Wie der Name schon sagt, besteht die Aufgabe für den hausärztlichen Notdienst in der Versorgung von Akutfällen, die in den Aufgabenbereich eines Hausarztes fallen. Der HÄND kann über die Rufnummer 141 angefordert werden. Die Leitstelle Innviertel des Roten Kreuzes verständigt anschließend den diensthabenden Arzt. Dieser nimmt Kontakt mit den Patienten oder Angehörigen auf und entscheidet dann über telefonische Beratung oder eine nachfolgende Visite. „Patientenbesuche auf der Rotkreuz-Dienststelle in Andorf sind nicht möglich, da der Arzt mit dem Einsatzfahrzeug oft mehrere Stunden durchgehend auf Visiten unterwegs und in Andorf keine Ordination dafür eingerichtet ist“, begründet Ursula Hammel diese manchmal für den Patienten unverständliche Ablehnung. Der HÄND ist derzeit in 28 Gemeinden des Bezirkes Schärding – ohne Eggerding und Mayrhof – sowie in den Gemeinden Taiskirchen, Andrichsfurt und Pram unterwegs.GeburtstagsgeschenkAls Geburtstagsgeschenk erhält der HÄND noch in diesem Jahr eigene Räume für Mannschaft und Fahrzeug. In nur viermonatiger Bauzeit werden als nordseitiger Anbau an die Rotkreuz-Dienststelle zwei Schlafräume sowie eine Garage mit insgesamt 65 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen, die den dauerhaften Anforderungen für den HÄND gerecht werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden