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OÖ. Jährlich kommen in Oberösterreich mehr als 15.000 Wildtiere im Straßenverkehr zu Tode. Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit), der österreichische Versicherungsverband VVO und der ÖLJV (Österreichische Landesjagdverband) empfehlen, mit einer bewussten Fahrweise, angepasster Geschwindigkeit, das Risiko eines Unfalls mit Wildtieren zu verringern.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

Mit den ersten abfallenden Blättern beginnt nicht nur der Herbst, sondern auch die Zeit der Wildunfälle. „In dieser Jahreszeit kommt es aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse zu vielen Unfällen mit Wildtieren“, weiß man im österreichischen Versicherungsverband VVO. Im vergangenen Jahr wurden in Oberösterreich 72 Personen bei Wildunfällen verletzt, Todesfälle waren hier keine zu verzeichnen.

Österreichweit verunglückte im Jahr 2015 eine Person bei einem Wildunfall tödlich. „Das Gefahrenzeichen „Achtung Wildwechsel“ sollte unbedingt ernst genommen und der Fahrstil entsprechend angepasst werden“, erklärt Othmar Thann, Direktor des KFV. Wildtiere wählen instinktiv den kürzesten Weg zu ihrem Ziel. Bei Übergangsbereichen zwischen Wald und Feld ist das Risiko eines Wildunfalles daher besonders groß – hier sollten Fahrzeuglenker ganz besonders vorsichtig sein.

Unfallstatistik über Wildunfälle

Studien haben gezeigt, dass 80 Prozent der Autofahrer ganz unbewusst annehmen, dass Wildtiere von rechts kommen. Tatsächlich queren Tiere die Fahrbahn jedoch von beiden Seiten gleichermaßen. Die gesamte Fahrbahn sowie beide Straßenränder sollten daher – ganz besonders in Wildwechselzonen – aufmerksam beobachtet werden.In der Morgendämmerung und abends sind Wildtiere am aktivsten. Dies spiegelt sich auch in der Unfallstatistik wieder: Die meisten Unfälle ereignen sich in den Morgenstunden (zwischen 5 und 7 Uhr) sowie abends zwischen 20 und 23 Uhr. Wenn es tatsächlich zu einem Unfall mit einem Wildtier kommt, muss die Gefahrenstelle unverzüglich abgesichert und die Exekutive verständigt werden. Nähere Informationen dazu gibt es auf: www.vvo.at oder www.kfv.at


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