Bezirk Linz-Land: Feuerverbot soll Brände verhindern
BEZIRK LINZ-LAND. Aufgrund der Trockenheit hat die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land Anfang Juni eine Verordnung zum Schutz vor Waldbränden erlassen. Bezirksfeuerwehrkommandant Helmut Födermayr appelliert an den Hausverstand.

Die Hitzewelle macht vor dem Bezirk Linz-Land nicht Halt. Die Trockenheit erhöht die Gefahr für Flur- und Waldbrände. Gemeinden rufen zur Vorsicht auf und verweisen auf die Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land vom 4. Juni. Demnach ist das Anzünden von Feuer und das Rauchen in den Waldgebieten aller Gemeinden des Bezirkes Linz-Land sowie in deren Gefährdungsbereichen verboten.
Ein Gefährdungsbereich ist überall dort gegeben, wo die Bodendecke oder die Windverhältnisse das Übergreifen eines Bodenfeuers oder eines Feuers durch Funkenflug in den benachbarten Wald begünstigen. Durch die Trockenheit ist der Gefährdungsbereich größer als sonst. Übertretungen werden mit Geldstrafen von bis zu 7.270 Euro oder mit Freiheitsstrafen von bis zu vier Wochen bestraft. Bisher sind der Bezirkshauptmannschaft keine Übertretungen bekannt.
Feuerwehren allzeit bereit
Die Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk sind immer einsatzfähig und können tagesaktuell auf die Gegebenheiten reagieren, versichert Bezirksfeuerwehrkommandant Helmut Födermayr. Da gerade Ferien- und Urlaubszeit ist, sind viele Feuerwehrmänner und -frauen daheim und einsatzbereit, sagt er. In 17 Minuten muss die Freiwillige Feuerwehr am Einsatzort sein. Durch Alarmpläne, die überregional koordiniert werden, arbeiten die einzelnen Freiwilligen Feuerwehren eng zusammen, wenn ein größerer Einsatz ansteht.
Prävention mit Hirn
Födermayr appelliert, „das Hirn einzuschalten“. Fast alle Brände passieren durch Unachtsamkeit. Ein typischer Auslöser für Wald- oder Flurbrände sei die nicht ordnungsgemäß entsorgte Zigarette. Ähnlich ist es bei Glasbehältern oder Aludosen, die sich in der Sonne erhitzen und Brände auslösen können. Ein Hitzestau bei elektronischen Geräten wie Rasenmähern oder ein Funkenflug bei Erntearbeiten sind hochgefährlich. Födermayr: „Man muss sich immer fragen, was man in welcher Umgebung tut, dann kann man Brände vermeiden.“ In diesem Zusammenhang spricht Födermayr vor allem das Grillen an, das an einer befestigten Stelle im Garten natürlich weitaus weniger gefährlich ist als in einer trockenen Wiese.


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