Am 27. Juli war „Equal Pension Day“
REGION. Dass die Frauen in den meisten Fällen die Kinderbetreuung übernehmen und dennoch um 43 Prozent weniger Pensionsbezüge als Männer bekommen, stößt den Grünen sauer auf.

„Es kann doch nicht sein, dass Frauen fast die Hälfte weniger Pension bekommen als die Männer. Es kann nicht sein, dass Frauen die Kinderbetreuung schultern, vor allem Teilzeit arbeiten und dadurch solche Nachteile bei der Altersversorgung haben. Das muss sich ändern. Die Möglichkeit des Pensionssplittings gehört forciert. Eltern sollten echte Wahlfreiheit haben. Ohne Pensions-Nachteile können sie sich frei entscheiden, wie sie sich die Kinderbetreuung aufteilen bzw. organisieren.“ Dies betont die Grüne Landessprecherin und Frauensprecherin LAbg. Maria Buchmayr anlässlich des „Equal Pension Day„ am 27. Juli und kündigt für Herbst eine Initiative zum Pensionssplitting an.
Harte Fakten
Es ist Fakt: In Österreich bekommen Frauen um 43 Prozent weniger Pensionsbezug als Männer. Im Vergleich ist rein rechnerisch ihr Jahres-Pensionsbezug bereits am 27. Juli aufgebraucht. In Oberösterreich ist die Situation sogar noch trister als im österreichischen Durchschnitt, hier waren die statistischen Frauenpensionen sogar bereits am 8. Juli ausgeschöpft. Für Frauen mit lückenhaften und durch Teilzeit geprägten Berufskarrieren hat sich die Verlängerung des Durchrechnungszeitraums massiv negativ auf ihre Pensionsbezüge ausgewirkt.
Pensionssplitting wird nur selten in Anspruch genommen
Um die Nachteile für jenen Elternteil abzufedern, der sich überwiegend der Kindererziehung widmet, gibt es seit 2005 das sogenannte Pensionssplitting – für die ersten sieben Jahre nach der Geburt des Kindes kann der erwerbstätige Elternteil bis zu 50 Prozent seiner Pensionskonto-Teilgutschriften auf das Pensionskonto des betreuenden Elternteiles übertragen – davon machen Eltern aber nur selten Gebrauch.


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