Bezirksjägertag: Über 800 Jäger trafen sich in Aspach
BEZIRK BRAUNAU. Über 800 Jäger trafen sich zum Bezirksjägertag in Aspach. Im Mittelpunkt stand eine Änderung im Jagdgesetz und der nötige Zusammenhalt zwischen Jägern und Grundbesitzern.

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen, aber der Weg dorthin war nicht leicht“, verkündete Bezirksjägermeister Johann Priemaier das Resultat aus langen Verhandlungsrunden zwischen Landesjagdverband, Landwirtschaft und Politik. Eine Änderung im Jagdgesetz soll die Jägerschaft vor überzogenen Forderungen von Grundbesitzern schützen. In Zukunft werde ein beantragter Wildschaden sorgfältig geprüft und beurteilt. Entsprechen die Forderungen nicht dem tatsächlichen Ausmaß, wird auch der Grundbesitzer zur Kasse gebeten. Dieser Kompromiss sei für beide Seiten tragbar, demonstrierten die beiden Verhandlungspartner Landesjägermeister Sepp Brandmayr und Landwirtschaft-Landesrat Max Hiegelsberger beim Bezirksjägertag in Aspach Einigkeit. Generell sei ein enger Schulterschluss von Jägern, Grundbesitzern, Forstleuten und Landwirten nötig. Dazu müsse endlich eine wildökologische Raumplanung her. „Auch hier sind wir gefordert eine gemeinsame Lösung zu finden“, betonte Priemaier.
Image der Jäger schützen
Auch das Disziplinarrecht sei wichtig, um innerhalb der Jägerschaft schwarze Schafe belangen zu können, erklärte Priemaier. Dazu müssten vernünftige Standes- und Ehrenkodizes ausgearbeitet werden, damit es zu keiner Doppelbestrafung kommt. Der Bezirksjägermeister forderte zudem die rund 800 anwesenden Jäger dazu auf, sich unbedingt an die Spielregeln zu halten, denn das Fehlverhalten eines einzelnen falle auf alle Jäger zurück. Ziel sei es, das Image der Jägerschaft zu schützen. Ein großes Problem seien dabei jene Jäger, die nicht im Landesverband gemeldet sind und gegen die dieser auch nicht vorgehen kann, ergänzte Brandmayr in seiner Rede, hier müsse eine Lösung erarbeitet werden, wie mit diesen in Zukunft umgegangen werden kann.
Zuwanderer Wolf
Auch ein Zuwanderer, der Wolf, könne in den nächsten Jahren, wenn er sich wieder in Österreich ansiedelt, zum Problem werden. Hier müsse schon jetzt eine vernünftige gemeinsame Vorgehensweise ausgearbeitet werden, um größere Schäden zu vermeiden, waren sich die Redner einig.
Bilanz 2016
Der Tätigkeitsbericht zeigte eine zufriedenstellende Bilanz. Ein kleiner Auszug: 29 Stück Rotwild, 6187 Stück Rehwild und 118 Stück Schwarzwild schossen die Jäger vergangenes Jahr im Bezirk Braunau. Dazu kommen 2616 Hasen, 2846 Enten, 537 Fasane und 591 Füchse.


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