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ATTERSEE. Hightech in der Archäologie war das spannende Thema der Vortragenden Arnold Mörzinger (Beirat des Vereines der Freunde der Archäologie, Attersee) und Gerhard Sindelar (geschäftsführendes Mitglied des Unternehmens beyondarts GmbH, Klosterneuburg) im Rahmen einer Vortragsreihe.

Gerhard Sindelar sprach über Möglichkeiten von Apps auf Handys.
Gerhard Sindelar sprach über Möglichkeiten von Apps auf Handys.

Mit einführenden Worten zu den Themen und Referenten begrüßte Martin Höchsmann (Obmann Verein der Freunde der Archäologie) und Cyril Dworsky (Unesco-Kuratorium der Pfahlbauten) die Gäste. Das aufmerksame Publikum wurde von Mörzinger in die Bedeutung der Archäologie – ihre Aufgaben und Arbeitsmethoden eingeführt. Der Referent machte klar, dass die Archäologen keine „Schatzgräber“ seien. Die moderne Archäologie bediene sich heute modernster Hightech-Methoden, um aus Siedlungsresten, Alltagsabfall, Zahn- und Knochenfunden die Lebensweise und Kulturentwicklung der Vorfahren zu rekonstruieren.

DNA-Analysen

An anschaulichen Beispielen wurde erläutert, wie Laser-, Magnetresonanz- und Echolot-Technologie zur Erkundung eingesetzt werden und geochemische Isotopen- und DNA-Analysen zur Bestimmung von Funden verwendet werden. Damit ließe sich das Alter, die Herkunft und die Abstammung von Funden naturwissenschaftlich feststellen und vergleichen. So wären heute auch fundierte Aussagen über Kulturkontakte, Wanderungen, Verwandtschaftsverhältnisse und das Zusammenleben der Menschen in der Steinzeit möglich.

APP-Anwendungen

Im zweiten Vortrag führte Sindelar vor, welche Möglichkeiten zur Vermittlung von kulturellen und historischen, aber auch touristischen Informationen eine App-Anwendung auf Handys bietet. Die Möglichkeiten reichen von Kultur- und Themenpfaden für Besucher über Visualisierungen von regionalen, historischen Kulturschätzen bis zu visuellen Rekonstruktionen von archäologischen Erkenntnissen. Besucher könnten damit nach persönlichen Vorstellungen ihre Besichtigungen und Aufenthalte in der Region planen und umsetzen.

„Runder Tisch“

Vom Verein „Freunde der Archäologie“ in Attersee kam in der anschließenden Diskussion die Anregung, sich auf überregionaler Ebene Gedanken über die Entwicklung und die Inhalte einer solchen Handy-App zu machen, von der viele profitieren könnten. Der Verein wird zu einem „runden Tisch“ zu diesem Thema einladen.


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