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ATTERSEE/MONDSEE. Unterwasserarchäologe Henrik Pohl hat seine Zuhörer zu einem virtuellen Tauchgang zum UNESCO-Welterbe der prähistorischen Pfahlbauten in Österreich eingeladen.

Die Tauchgänge bringen immer neue Informationen über die Kultur der Pfahlbauten an Attersee und Mondsee.

In seinem Vortrag „Ein Tauchgang zum UNESCO-Welterbe der Pfahlbauten“ schaffte Henrik Pohl mit Hilfe von Videos und Fotos die seltene Möglichkeit, die neunte der inzwischen zehn österreichischen Welterbestätten hautnah zu erleben. Auf spannende Art berichtete der Vortragende über die Ergebnisse der Tauchgänge in Seewalchen, Weyregg und Mondsee. Man fühlte sich unmittelbar in das Leben der Pfahlbauern versetzt, sah, mit welchen Hölzern sie ihre Häuser gebaut und ihr Leben in der Zeit von 5000 bis 500 Jahre v. Chr. eingerichtet hatten. Das Freilegen der Kulturschichten unter Wasser liefert eine Fülle an Informationen über die Vegetation, die Tierwelt und die Lebensgewohnheiten unserer Vorfahren, auch über ihre Krankheiten anhand von Funden wie Parasiten, die zurzeit in Speziallaboratorien untersucht werden.

Taucharbeiten starten bald wieder

Am 7. Mai 2018 beginnen die Taucharbeiten am Mondsee, worauf man sich schon sehr freut, und mit Spannung warten die Freunde der Archäologie auf weitere Vorträge und darauf, welche Erkenntnisse zur Urgeschichte Henrik Pohl dann präsentieren wird. Begleitende Forschungsaktivitäten unter Einbeziehung der Unterwasserdrohnen des Projektes Archäonautic der HTW Dresden unterstützen die Forschungen des Kuratoriums Pfahlbauten und des Oberösterreichischen Landesmuseums, um über weitere Neuigkeiten aus vergangenen Zeiten berichten zu können. Nach einer angeregten Diskussion der Teilnehmer mit dem Wissenschaftler Henrik Pohl bedankt sich der Veranstalter – der Verein der Freunde der Archäologie, Attersee – für alle Beiträge des interessanten Abends.


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