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ATTERSEE/ST. GEORGEN/A. Den Tourismus trifft die Corona-Krise mit all ihren Auswirkungen ganz besonders hart. Tips sprach dazu mit Angelina Eggl, Geschäftsführerin der Urlaubsregion Attersee-Attergau.

  1 / 2   Wandern am Attersee und im Attergau kann man auch weit in den Herbst hinein. Foto: OÖ. Tourismus/Ralf Hochhauser

Tips: Wie ist die Lage in den Tourismusbetrieben, wie die Stimmung in der Region? Wann darf endlich aufgesperrt werden?

Angelina Eggl: Wir als TVB Attersee-Attergau sind im stetigen Kontakt mit den Betrieben der Region. Die Stimmung würde ich als vorsichtig abwartend bezeichnen. Wir alle hoffen, dass, natürlich immer mit allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen für die Gäste, Mitarbeiter und allen anderen Beteiligten, die Hotels und Gastronomiebetriebe der Region bald aufsperren dürfen.

Tips: Wird man den erlittenen Einkommensverlust in der weiteren Saison überhaupt noch irgendwie aufholen können? Gibt es spezielle Angebote seitens des Tourismusverbandes?

Eggl: Das kommt darauf an, wann genau die Saison beginnen kann. Dass es Verluste geben wird, ist uns – leider – allen klar. Wie hoch diese sein werden, kommt auf den weiteren Verlauf der Saison an. Spezielle Angebote für unsere Gäste werden laufend geschnürt, dabei konzentrieren wir uns immer auf unsere Stärken. Der Attersee und Wasser generell, bedeuten Erholung, Kraft und Energie, die Landschaft idyllische Herausforderung. Die Urlaubsregion Attersee-Attergau vereint Entspannung, sportliche Action, Kultur, Unterhaltung, Genuss und beeindruckendes Erlebnis in der Natur. Hier ist Wohlfühlen vorprogrammiert und dass Urlaubsträume zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, daran arbeiten wir stetig und weiterhin.

Tips: Wird es zu Pleiten in der Hotellerie, bei Pensionen und in der Gastronomie kommen? Können die Betriebe wirtschaftlich einen derartigen Totalausfall überhaupt verkraften? Werden die Hilfen des Staates reichen?

Eggl: Das hoffen wir natürlich nicht. Wir, der OÖ Tourismus, das Land und der Bund sowie die Wirtschaftskammer, informieren laufend über Hilfsangebote. Diese Informationen werden von unseren Betrieben gut angenommen. Wir unterstützen, wo wir nur können und werden das auch weiterhin gerne tun. Da wir als Gebiet auch im Herbst viel zu bieten haben, arbeiten wir daran, die Saison bis in den Herbst weiterführen zu können. Ob Wandern, Radfahren, Kultur und Genuss, auch im Herbst haben wir heuer viel zu bieten, beispielsweise den „Genussherbst“, den „Autofreien Radwandertag“, etc.

Tips: Welche Besucher werden heuer in die Region kommen – aufgrund der Reiseeinschränkungen wohl ausschließlich Österreicher.

Eggl: Wir gehen davon aus, dass der österreichische Gast, der auch bis jetzt schon gerne zu uns gekommen ist, das heuer noch verstärkter tun wird. Eventuell noch der deutsche Gast und der tschechische Gast, dabei kommt es jedoch sicher auf die zukünftigen Reisebedingungen an. Wir freuen uns alle sehr darauf, bald wieder Gäste bei uns begrüßen zu dürfen. Die Hotels und Gastronomen als auch andere Kooperationspartner, wie Ausflugsziele, Schifffahrt und viele mehr, sind – wie immer – bestens auf die Saison vorbereitet und ich darf verraten, dass wir uns auch heuer wieder viel für unsere Gäste sowie auch Zweitwohnbesitzer und Einheimische einfallen haben lassen. Uns ist dabei besonders wichtig, dass auch die Einheimischen als auch die Zweitwohnbesitzer die Angebote in der Region nützen. Es gibt für alle noch vieles in der Region zu entdecken.

Tips: Kann man aus der Corona-Krise aus heutiger Sicht etwas für die Zukunft mitnehmen?

Eggl: Ja, ich war besonders von dem Zusammenhalt der Region beeindruckt. Viele haben Initiative gezeigt, sei es jetzt Nachbarschaftshilfe oder spontane Aktionen wie die Balkonkonzerte. Diese Kreativität und vor allem die Freundlichkeit, mit der die Betriebe auf unsere Arbeit reagiert haben, hat mein Team und mich sehr beeindruckt, und daraus ziehen wir tagtäglich Energie für unser Tun. Dafür möchte ich den Betrieben Respekt zollen. Ich bin stolz, in der Region Attersee-Attergau Tourismusgeschäftsführerin sein zu dürfen, und vor allem bin ich dankbar für mein tolles Team!


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