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ATTERSEE. Der „Internationale Tag der biologischen Vielfalt“ erinnerte daran, dass wichtige Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten in ihrer Existenz bedroht sind. Im Naturpark Attersee-Traunsee wirkt man dem mit viel Tatkraft und Engagement entgegen.

Ein Kaisermantel-Schmetterling am Richtberg Foto: Feix
Ein Kaisermantel-Schmetterling am Richtberg Foto: Feix

Beinahe 45.000 Tier- und 3.500 Pflanzenarten gibt es in Österreich. Darunter finden sich weit verbreitete Arten ebenso wie sehr spezialisierte. Wandert man durch den Naturpark Attersee-Traunsee, trifft man schon mal auf die Karthäusernelke (Blumenart), das Knabenkraut (eine Orchideenart) oder seltene Urzwetschkerl wie Bidling, Pemse und Zwispitz und mit etwas Glück sogar auf einen Segelfalter (Schmetterling), eine blauschwarze Holzbiene oder hört das Zwitschern des Baumpiepers (Vogel). Viele dieser Arten sind jedoch zunehmend gefährdet. Heuer steht die biologische Vielfalt im Schatten der weltweiten Ereignisse. Ungeachtet dessen setzen sich in unseren Naturparken auch jetzt unzählige Menschen dafür ein, die Biodiversität zu erhalten.

Warum Biodiversität wichtig ist

„Durch die behutsame naturnahe Bewirtschaftung unserer Bauern im Naturpark werden vielfältige Lebensräume wie Streuobstwiesen, Lärchenweiden, wilde Hecken, Almen und artenreiche Wälder erhalten“, so Clemens Schnaitl, Geschäftsführer des Naturparks Attersee-Traunsee.

Die biologische Vielfalt ist unverzichtbar. Sie dient als Grundlage für unsere Ernährung, Gesundheit und unser Wohlbefinden. Nicht zuletzt sollen auch die uns nachfolgenden Generationen in einer lebenswerten Umgebung aufwachsen. Die Vielfalt an Lebensräumen schwindet jedoch. Tiere und Pflanzen, die auf sie angewiesen sind, entbehren ihrer Lebensgrundlage und gehen zum Teil für immer verloren. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind vor allem Insekten. Dabei spielen gerade sie eine wichtige Rolle für intakte Ökosysteme. Insekten sichern das Funktionieren von Nahrungsnetzen, die Bestäubung sowie den Ausgleich an Räubern und Beutetieren. Wo sie ausreichend Lebensmöglichkeiten vorfinden, ist die Lebensmittelversorgung gesichert, werden Schädlingsauftreten verringert und die Vielfalt und Schönheit der Natur ist erlebbar.

Lebensraumverbessernde Maßnahmen

Um die Landschaften voller Leben zu erhalten, setzen die 46 Österreichischen Naturparke an verschiedenen Hebeln an. Im Naturpark Attersee-Traunsee werden zum Beispiel seltene Urzwetschkenarten erhalten und vermehrt und Sammelbestellaktionen für regionaltypische Obstbäume und blütenreiche Hecken organisiert. In den zehn Naturpark-Schulen werden Klimaphänomene an sogenannten 10-Jahreszeiten-Hecken beobachtet und die Österreichischen Bundesforste haben im Naturparkgebiet lebensraumverbessernde Maßnahmen für den Schwarzstorch durchgeführt.


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