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ATTNANG-PUCHHEIM. Traditionell am Freitag vor dem ersten Adventsonntag fand in der Georgskirche Puchheim das Konzert „Besinnlich in den Advent“ statt. Mitwirkende waren das Kammerorchester Attnang-Puchheim, Brigitte Benedukt (Sprecherin), Kim Klausberger (Blockflöte), Renate Nobis (Oboe), Gertrud Habicher und Elisabeth Duftschmid (Sopran), Florian Brunmay (Trompete) sowie Bernd Geißelbrecht (Orgel und Cembalo). Die Leitung hatte Hans Schifflhuber.  

Fotos: Fred Androsch
  1 / 2   Fotos: Fred Androsch

Am Programm standen Werke von G.F.Telemann, A.Marcello, W.A.Mozart, G.B.Sammartini, A.Vivaldi und F.X.W.Mozart. Hans Schifflhuber führte das Kammerorchester zu einer grazilen Interpretation mit Gefühlstiefe und innigem Ausdruck.

Orgel und Trompetenklänge (Telemann) leiteten mit barocker Pracht den Abend ein, dann folgte das Konzert für Oboe und Streicher in d-moll von Alessandro Marcello mit Renate Nobis, die den Solopart mit perfekter Technik und exzellent schönem Klang virtuos interpretierte. Nach der Lesung (Brigitte Benedukt las adventliche Texte) sang Gertrud Habicher „Tu virginum corona“ und zusammen mit Elisabeth Duftschmid „Sub tuum praesidium“ von Wolfgang Amadeus Mozart – die Stimmen harmonierten ausgezeichnet, die beseelten Kantilenen, die Koloraturlebendigkeit, die strahlende Mittellage und die perfekten Spitzentöne waren großartig. Nach der zweiten Lesung spielte das Kammerorchester die Sinfonia in G-Dur von Giovanni Battista Sammartini – edelste Barockmusik in hervorragender Interpretation. Das nächste Musikstück war das Concerto für Blockflöte und Streicher in C-Dur von Antonio Vivaldi.

Kim Klausberger als Solistin brillierte auf der kleinen Blockflöte, spielte die schwierigsten Passagen in halsbrecherischem Tempo und entlockte dem an sich scharfen Instrument auch sanfte Klänge. Als Schluss erklang „Engel Gottes künden“ von Franz Xaver Wolfgang Mozart (ein Sohn des Salzburger Meisters) interpretiert vom Orchester, den Sopranen und der Blockflöte – ein sehr schönes Werk, ein sehr schöner Abschluss. Der Applaus erbettelte eine Zugabe.

(von Fred Androsch)


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