Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

AUBERG. „Bienen sind einfach Wundertiere“, sagt Maria Schietz (41) und ihre Augen beginnen zu leuchten. Von der Begeisterung für die Insekten wird man gleich angesteckt, wenn man mit der Aubergerin über die Tiere redet – und davon versteht sie einiges. Sie holt regelmäßig Experten an den Unterkagererhof, damit noch mehr Leute von den Wundern der Bienen erfahren.

Foto: Hanner
  1 / 2   Foto: Hanner

Momentan betreut die diplomierte Behindertenpädagogin selber keinen Schwarm: „Meine Bienen sind leider gestorben. Ich habe sie nicht untersuchen lassen aber ich vermute, dass sie sich irgendwo vergiftet haben. Der Schwarm war nämlich ansonsten gesund und es gab keine Hinweise auf Räuber“, sagt die Bienenfreundin, die sich selber aber nicht als Imkerin im herkömmlichen Sinn bezeichnet.

Leidenschaft entdeckt

Als die Aubergerin vor einigen Jahren einen Arbeitskollegen besuchte, fand sie in dessen Garten einen Kasten. Damals hatte sie mit Bienen noch nichts am Hut, war aber von der Bienenwiege – um so eine handelte es sich nämlich bei dem Kasten – und dem Prinzip dahinter begeistert: „Bienen Bienen sein lassen! Bienenwiegen-Betreuer tun so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig für die Tiere, denn es geht nicht um den Honig-Ertrag, sondern einfach darum, den Bienen ein wesensgemäßes Leben zu bieten.“ Das bedeutet beispielsweise, die Bienenwiege so selten wie möglich zu öffnen, um die Tiere nicht zu stören. Wenn ihnen aber ernste Gefahr droht, beispielsweise vor dem Verhungern, greift die betreuende Person ein. „Das ist zwar gegen die Natur in dem Sinn, aber unser Ziel ist es trotzdem, den Schwarm zu schützen“, erklärt Schietz.

Ziel aller ist Bienenschutz

Sie belegte im Burgenland Kurse des gemeinnützigen Vereins „Bienenschutzgarten“ zur Bienenhaltung. „Für mich war das dort Erlernte sehr faszinierend und erst da wurde mir vermittelt, welch wunderbare Tiere es sind. Vor einigen Jahren begann sie dann auch, die Experten des Vereins Bienenschutzgarten an den Unterkagererhof zu holen. „Ich wollte unbedingt, dass noch mehr Menschen von dem Wissen profitieren können“, erklärt Maria Schietz, betont aber gleichzeitig, dass ihre Art der Bienenhaltung nur eine von vielen Herangehensweisen ist, wie man den Tieren helfen und sie schützen kann. „Den einen Königsweg gibt es – leider – noch nicht. Dafür wissen wir trotz all der Forschung noch immer zu wenig über die Tiere. Und obwohl sich alle so bemühen, tun wir im guten Glauben wahrscheinlich oft Sachen, die den Bienen schaden. All die verschiedenen Bienenhalter vereint aber das Ziel, die Tiere zu schützen. Es ist ein befruchtendes Nebeneinander.“

Mehr Infos über den Verein „Bienenschutzgarten“und Infos, wie man die Tiere schützen kann, gibt es auf www.bienenschutzgarten.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden