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BAD GOISERN/HALLSTATT. . Diebesbanden arbeiten hochprofessionell, wählen ihre Opfer gezielt aus und wenn man sie entdeckt, sind sie meist schon weg. Wie man sich schützen kann, erklärt Polizei-Kommandant Hans-Peter Pilz.

Polizei patroulliert regelmäßig durch Hallstatt. Foto: Thomas Leitner
Polizei patroulliert regelmäßig durch Hallstatt. Foto: Thomas Leitner

Von November bis März wurden bei der Polizeiinspektion Bad Goisern Diebstahl-Schäden in der Höhe von rund 60.000 Euro zur Anzeige gebracht. Die meisten davon waren asiatische Touristen, die in Hallstatt zu Besuch waren. „Die Diebesbanden arbeiten wie eine Firma, suchen sich vorwiegend Orte mit sehr vielen Touristen aus und gehen bei den Coups ganz gezielt und professionell vor“, weiß der zuständige Polizei-Kommandant Hans-Peter Pilz aus Bad Goisern.

Konzept gegen Diebstähle

Aufgrund der vielen Diebstähle im Weltkulturerbeort entwickelte Polizei und Gemeinde ein Konzept, um gegen diese Banden vorzugehen – mit Erfolg. Im März konnte die Polizei zwei große Diebesbanden festnehmen und gleich hinter Gitter bringen. „Seither kam es in Hallstatt neben den üblichen Vorfällen – die sich vorwiegend auf Sachschaden-Unfälle reduzieren – zu fast keinem Taschendiebstahl mehr“, freut sich Pilz.

Bürgermeister ist Sicherheit wichtig

Auch für Hallstatt-Chef Alexander Scheutz ist die allgemeine Sicherheit wichtig und weißt deshalb mit gut sichtbaren Hinweisschildern im ganzen Ort auf die Gefahr hin. „Man merkt auch, dass sich die Leute wohler fühlen wenn die Polizei durch den Ort marschiert“, sagt Bürgermeister Alexander Scheutz. Zwar müssen selbst die Beamten öfter mal für Fotoshootings herhalten, diese sehen dies aber mit Humor. Auch diverse Parkstreitigkeiten zwischen den chaotischen Asiaten werden eher locker geregelt, was natürlich nicht heißt, dass Hallstatt eine Strafzettel-Freie Zone für Touristen ist.

Schutz gegen Diebstahl

Für Polizist Hans-Peter Pilz ist aber klar: „Wer sich vor einem Diebstahl schützen will, sollte nicht zu viel Bargeld mit sich herumtragen, dieses bestmöglich an mehreren Stellen verteilen und wenn möglich immer unmittelbar am Körper tragen und auf keinen Fall in hängenden Taschen oder in Rucksäcken deponieren“.


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