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Goiserer wollen traditionelles Handwerk am Leben erhalten

Hans Promberger, 07.02.2017 07:23

BAD GOISERN. Das Hand.Werk.Haus wurde vor wenigen Wochen ins internationale „UNESCO-Register guter Praxisbeispiele für die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen. Das Leader-Projekt „Handwerk in die Zukunft tragen“ will Maßnahmen setzen, um traditionelles Handwerk zu erhalten.

Gemeinsames Plädoyer für traditionelles Handwerk: Hand.Werk.Haus-Mitglieder mit der Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission Eva Novotny (2. v. re.)

Handwerk und manuelles Tun werden in Familien und in Schulen immer weniger thematisiert und gefördert. Dieses Vakuum soll gefüllt werden. Unter dem Motto „Schule trifft Handwerk“ und in enger Zusammenarbeit mit den lokalen schulischen Einrichtungen (Volksschulen, Mittelschulen, Polytechnische Schule und Tagesbetreuungseinrichtungen) und Handwerkern bietet das Hand.Werk.Haus fächerübergreifende Module an und organisiert gemeinsame Projekte und Ausstellungen. Der „next generation“ sollen wieder mehr Erfahrungen im handwerklichen Tun ermöglicht werden, um Begabungen und berufliche Orientierungen erkennen zu können.

Kooperation von Handwerk und Schulen

Handwerk ist in den Goiserer Schulen schon längst Thema. Die Polytechnische Schule genießt einen hervorragenden Ruf und weiß stets schon zu Ende des Wintersemesters ihre Abgänger mit Lehrplätzen versorgt. Die NMS 2 ist Trägerin der schulischen Tagesbetreuung, in der manuelles Arbeiten fix im Tagesablauf verankert ist. Die Mittelschule selbst hat in der 3. und 4. Klasse einen individuellen Handwerksschwerpunkt gesetzt, bei dem Schüler zwischen Textilem-, Holz- und Metallhandwerken auswählen können. Auch die Volksschule setzt in ihrem Entwicklungsplan auf den Schwerpunkt Handwerk und Kreativität.

Derzeit arbeiten Schulen und Handwerkvertreter fieberhaft an der Meistersommer-Eröffnung. Unter dem Thema „Handwerk verbindet“ präsentieren Beteiligte ihre Beiträge zur Eröffnung am 9. Juni.


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