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BAD HALL. Impressionen vom ökumenischen Friedensgebet der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe Bad Hall.

120 Menschen beteiligten sich am Friedensgebet.
120 Menschen beteiligten sich am Friedensgebet.

von Elisabeth M. Behr

„Der Friede sei mit dir!“ Ibrahim strahlt, als er mich mit dieser soeben neu erlernten Phrase begrüßt. Der junge Mann aus Afghanistan ist einer von etwa 120 Menschen, die an dem ökumenischen bzw. interreligiösen Friedensgebet in Bad Hall teilgenommen haben. Hände werden geschüttelt, es wird gelacht, ein paar Worte werden ausgetauscht, soweit es die Sprachkenntnisse bereits ermöglichen. Der Friedensgruß, den sich die Teilnehmenden des Friedensgebets als Abschluss geben, zeigt, wie viel Herzlichkeit, Verbundenheit und Vertrauen in dieser knappen Stunde entstanden ist.

Organisiert wurde das Friedensgebet von der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe Bad Hall, als Angebot für die 'eingesessene' Bad Haller und Pfarrkirchner Bevölkerung sowie für die 'neuen' Bad Haller - die Asylwerber, die vor Ort vom Diakoniewerk und der Volkshilfe betreut werden. Besonders schön war, dass sich so viele Gruppen und Individuen an der Gestaltung dieses Gebets beteiligt haben: Die Trommelrhythmen aus Afghanistan gingen unter die Haut und so mancher der Teilnehmenden klatschte und bewegte sich mit. Rhythmische Messlieder aus katholischer und evangelischer Tradition wechselten sich ab mit einem Friedenslied aus Syrien und einem spirituellem Lied aus Nigeria.

Die Worte des evangelischen Pastors, des katholischen Pfarrers sowie der Pastoralassistentin brachten zum Ausdruck: Es gibt mehr, was uns über Kulturen und Religionen hinweg verbindet, als uns trennt. Was uns verbindet, ist die tiefe Sehnsucht nach Frieden, nach Menschlichkeit und Liebe. In diesem Zusammenhang bekamen auch althergebrachte Friedenslieder wie 'Singen wir das Lied vom Frieden' oder das Lied der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung 'We shall overcome' eine tiefere Bedeutung. Für mich wurde spürbar, dass es auch in unserer heutigen Situation – trotz aller Widrigkeiten – tatsächlich wahr werden kann, worum es in 'We shall overcome' geht – 'Wir werden es überwinden – wir werden Hand in Hand gehen – Wir werden in Frieden Leben'. Dass es möglich ist und sogar schon passiert. In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön den Organisatorn und wir freuen uns auf weitere inspirierende Begegnungen.


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