Sturmberger leitete über zwei Jahrzehnte Essen auf Rädern
REGION BAD HALL. Zwei neue Garagen für die Autos von Essen auf Rädern in Bad Hall sind ein symbolisches Geschenk für Organisator Karl Sturmberger. 22 Jahre lang managte er ehrenamtlich Essen auf Rädern.

Viel Zeit ging drauf für die Pflege der Autos, die Essenspläne und die Diensteinteilung bis hin zum Anlegen von Ketten bei eisigem Wetter. In dieser Zeit erlebte er viel Schönes, Skurriles und auch Trauriges. „So beschuldigte uns eine Frau, dass wir sie mit einer Suppe vergiften. Als die Polizei das Corpus Delicti untersuchen wollte, war die besagte Speise bereits im Magen der quietschvergnügten Klägerin“, erzählte Sturmberger.
370.000 Portionen
In seiner Zeit organisierte er mehr als 370.000 Portionen und die zwei Rotkreuzautos legten über eine halbe Million Kilometer zurück. Fast 2.000 Personen erhielten von 1997 bis 2019 frisch gekochtes, warmes Mittagessen und waren froh über diesen Dienst. Rotkreuz-Ortsstellenleiterin Ulrike Händlhuber, Bürgermeister Bernhard Ruf und Bezirksgeschäftsleiter Stefan Schönberger drückten die große Dankbarkeit für diese 22 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit aus. Denn die Organisation von Essen auf Rädern kommt dem Grundbedürfnis der älteren Menschen zugute, dass sie länger in der eigenen Wohnumgebung gut versorgt bleiben können.
Trio übernimmt Leitung
Es war auch die soziale Kompetenz von Karl Sturmberger, dass er ein 18-köpfiges Team aufbaute, das täglich zu den Menschen in den fünf Gemeinden Bad Hall, Pfarrkirchen, Rohr, Adlwang und Waldneukirchen das Mittagessen bringt. Mit der Vision „Aus Liebe zum Menschen“ übernimmt nun ein jüngeres Team mit Horst Pürstinger, Franz Petschl und Hilde Feichtmair die Organisation von Essen auf Rädern.


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