Fluss-Surfer duellierten sich um „Crown of the Traun“
BAD ISCHL/EBENSEE. Bei der zweiten Auflage des „Crown of the Traun“-Riversurf Contests duellierten sich einige der besten Flusssurfer aus Österreich und Deutschland um den Titel des „Kaisers und der Kaiserin der Traun“. Die regionalen „Riversurf“-Enthusiasten haben sich mittlerweile einen Namen in der Szene gemacht.

Nach einem intensiven Wettkampf der 23 Starter konnten sich wie bereits im Vorjahr die Salzburger Lukas Haigermoser und Christina Minimayr den Titel sichern und sich als „Surfkaiser“ bzw. „Surfkaiserin“ feiern lassen. 40 Sekunden hatten Fluss-Akrobaten jeweils bei ihren Versuchen Zeit, die vierköpfige Jury von ihren Fertigkeiten zu überzeugen. Diese beurteilte Stil, Sicherheit und den Variantenreichtum der Tricks. Die Gesamtpunktzahl aus zwei gewerteten Versuchen entschied in den direkten K.O.-Duellen über das Weiterkommen.
Die guten Trainingsbedingungen in Bad Ischl haben sich auch für die regionalen Flusssurf-Freaks bereits bezahlt gemacht. Mit Eva Lackerbauer war auch erstmals eine Frau aus dem Salzkammergut im Finale der besten vier Damen vertreten und der Ebenseer Max Neuböck erreichte bei den Herren sogar den dritten Platz.
Traun als „Surfspot“
Der veranstaltende Verein „Rivermates“ möchte die Surfer im Salzkammergut vernetzen und Interessierten das Surfen auf Flüssen näherbringen. Das langfristige Ziel ist, regionale Surfmöglichkeiten zu schaffen und somit dauerhaft die Flusssurfszene zu fördern. An der Traun gibt es bereits einige beliebte „Surfspots“, die vielsagende Bezeichnungen wie „Bonecrusher“ , „The Bowl“, „Whitey“ oder „Pipeline“ tragen. Auf der Rivermates-Homepage gibt es genauere Infos zu den „Surf Spots“ im Salzkammergut mit Hinweisen zu Gefahren und Wasserständen. „Das Wasser wirkt ständig auf den Untergrund ein und formt ihn. Wasser ist ein Medium, bei dem man nicht vorhersagen kann, wie es sich unter gewissen Voraussetzungen und in gewissen Situationen verhält. Gemeinsam mit der Österreichischen Wasserrettung haben wir deshalb viele wichtige Informationen gesammelt und einen übersichtlichen Folder mit Tipps rund ums Riversurfen entworfen, den man auf www.rivertmates.at downloaden kann“, so Rivermates-Obmann Max Neuböck.
Wunsch nach eigener, künstlicher „Welle“
Er und seine Mitstreiter setzen sich für den Bau einer künstlichen Flusswelle in der Traun ein, um das Riversurfen noch populärer zu machen. Neuböck ist trotz mittlerweile jahrelanger Verhandlungen zuversichtlich, dass eine derartige Anlage Realität wird: „Alles was neu ist, ist immer schwer umzusetzen. Aber es gibt eine gute Gesprächsbasis. Wir kennen mittlerweile das Anforderungsprofil und arbeiten daran.“ Allen, die Interesse am Fusssurfen haben, empfiehlt Neuböck sich an seinen Verein zu wenden: „Es ist nur nötig, schwimmen zu können. Material kann bei uns ausgeliehen werden.“


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