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BAD ISCHL. Fischereiverein muss letzte Woche aus dem Engleithen Altarm Fische abfischen, denen durch den niederen Wasserstand das Wasser ausgeht.

Es konnten noch viele Fische gerettet werden.Foto: Heimo Huber
Es konnten noch viele Fische gerettet werden.Foto: Heimo Huber

Heiss, trocken, eigentlich ist es ein Traumsommer. Doch was bei den Fischern und Gewässerbewirtschafter zu Schweissausbrüchen führt, kann für die Fische im Engleithen Altarm tödlich enden. Nicht nur, dass das Wasser in den Gewässern knapp wird, es bindet bei höheren Temperaturen auch weniger Sauerstoff, wodurch Fische nach Luft schnappen. Was die Mitglieder des Fischereireviers Oberes Salzkammergut veranlasste Not-Abfischungen durchzuführen.

Hitzeperiode

Die sommerliche Hitzewelle hat auch im Salzkammergut dazu geführt, dass die Temperatur in vielen Gewässern eine kritische Marke erreicht haben. In der Ischl steigt die Wassertemperatur auf über 25 Grad. Die Traun überschreitet die 20 Grad Marke. Für Salmoniden und andere Wasser-Lebewesen, wie Köcher,- und Eintagsfliegen, oder den Flusskrebs kann dies gefährlich werden. Vor allem die Forellen und Äschen reagieren sehr sensibel auf die höheren Temperaturen. Denn steigt die Temperatur, sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers. Der Anglerverein Fliegenfischer Weidgerecht musste daher einige male einschreiten und aus dem Engleithen Altarm per Elektrobefischung einige tausend Fische vor dem Erstickungstod retten.

Elektro-Fischgerät

Eingefangen werden die Fische mit einem sogenannten Elektroabfischgerät. Es erzeugt ein Stromfeld, das die Fische kurzzeitig betäubt. Sie erholen sich sehr schnell und werden in einem besser geeigneten Gewässer umgesetzt. Dabei handelt es sich in der Regel um das gleiche oder ein ähnliches Gewässer. So wurden die Fische aus dem Engleithen Altarm in die Traun umgesiedelt.

Fische vor Tod gerettet

Durch die lange anhaltende Trockenheit war der Altarm fast ausgetrocknet und die darin befindlichen Fische sammelten sich in den noch verbliebenen Tümpeln. An manchen Stellen war das Wasser schon komplett im Kiesbett verschwunden. Mehrere Angler unter Führung des Fischereirevier Obmann Heimo Huber machten sich mehrfach auf den Weg, die zahlreichen Fische vor dem sicheren Tod zu retten und anschließend in die Traun umzusetzen. Durch die Elektrobefischung wurden um die 3.000 Fische gefangen.

Die geretteten Fische wurden an der Eisenbahnbrücke beim Bahnhof in Bad Ischl in die Traun umgesetzt. Alle abgefischten Fische waren völlig in Ordnung und erfreuten sich nun am sauerstoffreicheren Gewässer der Ischler Traun. Die Angler hoffen doch, dass es bald wieder einmal richtig und lange regnet und die Gewässer sich wieder erholen. Nachdem es in den vergangenen Wochen kaum geregnet hat, ist der Pegel in der Traun wie auch in vielen anderen Flüssen, Bächen und auch Teichen teils stark abgesunken. In mehreren Bächen und Altarmen sind zudem bereits viele Fische verendet.

Jungfisch-Kinderstube

Gerade der Engleithen Altarm, der im Zuge eines Hochwasserschutzprojektes im Jahr 2011, oberhalb von Bad Ischl neu angelegt wurde, ist auf der einen Seite von den Fischen sehr gut als Jungfisch-Kinderstube angenommen worden und um so mehr schmerzen die Fischaufälle durch periodischen Trockenperioden. Bei jeder Austrocknung des Engleithen Altarmes verenden viele tausend Fische.

Um dieser Situation entgegen zu wirken, wurde von den Fischern ein Elektrofischerei Gerät angeschafft um frühzeitig den qualvollen Tod von tausenden Fischen zu verhindern.

Abfischen immer öfter nötig

Das Abfischen ist eine aufwendige Arbeit und wie sich zeigt, in den letzten Jahren immer häufiger nötig. Trockenphasen häufen sich. Ob in diesem Jahr weitere Abfischungen nötig werden, wird die Witterung zeigen. Jedoch sehen wir den Rest des Sommers eine relativ große Gefahr. Wir haben jedoch ein Auge auf den Pegel (Wasserstand) und werden weiterhin präventiv elektrisch abfischen um den Super Gau, denn wir schon mehrfach hatten und das damit verbundenen Fischsterben vorzubeugen


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