Hilfe beim Weg aus der Gewalt
BAD ISCHL. Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle bieten seit über 20 Jahren Beratungen an, um aus Gewaltbeziehungen auszusteigen. 2018 wurden in der Beratungsstelle über 500 Beratungen zum Thema Gewalt geführt.

„Unsere Arbeit besteht darin, Frauen dabei zu unterstützen, das Erlebte in Worte zu fassen und damit auch als Gewalt zu benennen, neue Strategien zu entwickeln, Mut zu schöpfen, um neue Wege zu beschreiten“, so die Geschäftsführerin der Frauenberatungsstelle Andrea Lantschner. „Wir ermutigen die Frauen, ihre eigenen Kompetenzen und Ressourcen (wieder) zu erkennen und diese für ihre neuen Lebenswege zu nutzen.“
Oftmals steht allerdings an erster Stelle die Sicherheit der betroffenen Frau und ihrer Kinder. Betretungsverbot oder der Auszug aus der gemeinsamen Wohnung sind oft unerlässliche Schritte aus der Gewaltbeziehung.
Wichtige Frauenübergangswohnung
Die Frauenberatungsstelle bietet für Frauen und deren Kinder, die von verschiedenen Formen von Gewalt bedroht sind, jedoch keiner akuten Gefährdung unterliegen, eine vorübergehende Wohnmöglichkeit. „Hier finden Frauen und deren Kinder die nötige Ruhe und Begleitung, um Vergangenes zu verarbeiten und konkrete Schritte in die Zukunft zu setzen. Ziel ist der Aufbau eines selbstbestimmten, existenzgesicherten und gewaltfreien Lebens“, beschreibt Andrea Lantschner das Angebot der Frauenübergangswohnung.
Die Frauenberatungsstelle und das Gewaltschutzzentrum OÖ arbeiten im Bedarfsfall sehr eng zusammen. Das Gewaltschutzzentrum bietet einmal monatlich Beratungen in den Räumlichkeiten der Frauenberatungsstelle in Bad Ischl an. Sämtliche Beratungen sind selbstverständlich kostenlos und vertraulich.


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